• 06.10.2012, 12:47:40
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LHStv. Leitner ortet in Südmähren noch ungenütztes Kooperations-Potenzial

Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Know-how-Austausch, Verkehr und gemeinsame Ziele im Vordergrund

Utl.: Wirtschaftliche Zusammenarbeit, Know-how-Austausch, Verkehr
und gemeinsame Ziele im Vordergrund=

St. Pölten, (OTS/SPI) - LHStv. Dr. Sepp Leitner und LAbg. Hermann
Findeis sind vom Kooperations-Potenzial zwischen Niederösterreich und
Südmähren angetan: Vor allem in der Region um die Kreishauptstadt
Brünn tut sich einiges, wovon Niederösterreich profitieren könnte,
was ein Besuch bei Kreishauptmann JUDr. Michal Hasek, quasi dem
Landeshauptmann des Bundeslandes Südmähren, und dessen Stellvertreter
Mgr. Václav Bozek am gestrigen Freitag, den 5. Oktober, untermauerte.
Leitner: "Vor allem für Niederösterreichs Wirtschaft gibt es in
Südmähren noch zahlreiche Anknüpfungs- und Kooperationspunkte. Ich
werde helfen, diese zu ermöglichen!"

Nordautobahn A5 - Während die ASFINAG im kommenden Jahr beginnen
will, die Lücke zwischen Schrick und Poysdorf zu schließen, ist die
Verkehrsfreigabe bis zur Staatsgrenze in Drasenhofen erst für
2016/2017 geplant. Wann die Republik Tschechien aber eine
Weiterführung der A5 und letztendlich eine durchgehende Autobahn
zwischen Wien und Brünn realisiert, ist noch nicht terminisiert.
Leitner: "Tschechien hat in den letzten Jahren in sehr vielen
Bereichen den Anschluss an unsere Standards gefunden, in wichtigen
sogar gleichgezogen. Leider ist nicht für jedes Projekt das Geld
budgetierbar." Was auch die Kreishauptmannschaft Brünn bedauert,
wurde doch vor allem in und um Brünn in das Verkehrswesen viel
investiert. Leitner: "Ich werde mich dafür einsetzen, dass auf
niederösterreichischer Seite wie geplant fertiggestellt wird, und
auch immer wieder in Tschechien die Wichtigkeit dieses Projektes
unterstreichen."

Therme Pasohlavky - Ein richtungsweisendes Kur- und Thermen-Areal mit
zehn Hotels soll auf insgesamt 50 Hektar nahe Brünn entstehen.
Kostenpunkt rund 150 Millionen Euro. Präsident Ing. Jiri Skrla
spricht von einem Projekt, das den einfachen Tagesgast ebenso
ansprechen soll wie den Luxus-verwöhnten Kur- und Thermengast. Mehr
als 500 neue Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Zwei
schwefelhaltige Quellen aus rund 1500 Metern Tiefe werden mit 42 Grad
warmen Wasser das Areal speisen. Skrla wünscht sich die Einbindung
österreichischer Firmen in dieses Großprojekt und somit
Know-how-Austausch. Selbst das Management sähe er gerne in
österreichischer Hand. Intensivieren möchte er deshalb den Kontakt
mit der Therme Laa. Was LAbg. Hermann Findeis begrüßt: "Reger Kontakt
ist immer gut, und Laa kann mit einer stattlichen Erfolgsbilanz
aufwarten." Dass die tschechische Therme Laa Gäste kosten könnte,
immerhin kommen 35 Prozent der Laa-Gäste aus Tschechien, sieht
Findeis nicht: "Das Schwefelwasser dient vor allem der Heilung von
Haut-, Knochen- und Bewegungsapparat-Indikationen, nicht dem
klassischen Wellness-Touristen."

"Blickt man über die Dächer von Brünn, so regieren zur Zeit nicht nur
die zahlreichen Kirchtürme das Bild, sondern auch die Baukräne. Ein
eindrucksvoller Beweis für die Wirtschaftskraft sowie den Fortschritt
in dieser Region. Auch Kreishauptmann Hasek begrüßt eine intensivere
wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Niederösterreich", freut sich
Leitner: "Denn eine erfolgreiche Wirtschaft lebt davon, gute Ideen
umzusetzen!" So wurde in einem Vorort von Brünn, Kurim, der
Grundstein für ein Kompetenz-Zentrum gelegt, wozu LHStv. Sepp Leitner
als Ehrengast eingeladen war. Leitner: "Dass die Tschechen Maschinen
bauen können, beweisen sie seit Jahrzehnten. Dieses
Kompetenz-Zentrum, in dem die Technische Universität Brünn inmitten
einem hoch modernen Industriebetrieb forschen und entwickeln kann,
ist richtungsweisend."
(Schluss) fa/kk

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