"Zukunft der Demokratie in EU-ropa" in Krems ab 2013

Landeshauptmann Pröll, geschäftsführende Rektorin Weber und Politikwissenschaftler Filzmaier stellen Doktoratsstudium der Donau-Universität vor

Krems (OTS) - Die Donau-Universität Krems startet in Zusammenarbeit mit der Andrassy Universität Budapest ab Februar 2013 ein Doktoratsstudium "Zukunft der Demokratie in EU-ropa", das vom Land Niederösterreich im Rahmen des internationalen und interuniversitären Netzwerks Politische Kommunikation (netPOL) unterstützt wird.

Das Programm richtet sich an junge ForscherInnen und verbindet politik-, kommunikations-, und wirtschaftswissenschaftliche Ansätze, um vor dem Hintergrund einer tiefgreifenden Krise der Politik in EU-ropa die Weiterentwicklung moderner Demokratien in den Mittelpunkt der wissenschaftlichen Arbeit zu stellen.

Bei der Vorstellung betonte Landeshauptmann Erwin Pröll die Bedeutung der internationalen Vernetzung in der Wissenschaft. "Das Doktorat im Rahmen von netPOL ist die logische Fortsetzung des niederösterreichischen Weges, durch europäische Kooperationen die wissenschaftliche Qualität zu verbessern, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, überregionale Sichtbarkeit zu ermöglichen und letztlich auch Exzellenz zu erreichen", so Pröll.

Zugleich unterstrich Pröll die Wichtigkeit, sich mit wirtschaftlichen Ängsten und der Demokratie- und Politikverdrossenheit in Europa, welche auch viele seiner nationalen Regierungen betrifft, auseinanderzusetzen. Klar sei auch, dass dafür sowohl ein gemeinsames Vorgehen aller Staaten notwendig ist als auch man für Lösungsideen gerade jüngere Wissenschaftler mehr einbinden soll.

Viktoria Weber, geschäftsführende Rektorin der Donau-Universität, nannte das nunmehrige Doktorat einen Meilenstein in der Entwicklung der Donau-Universität Krems: "Durch netPOL und die Zusammenarbeit mit der Andrassy Universität haben wir nun die Chance, neben den bewährten Lehrgängen auch für zukünftige Top-ForscherInnen ein adäquates Programm anzubieten."

Weber verwies auf das Ziel der beteiligten Universitäten, ihre Forschungskompetenz zu erhöhen. Das Doktoratsstudium richte sich in erster Linie an inner- und außeruniversitär bereits in der Wissenschaft tätige Personen, die ein dreijähriges Forschungsprojekt als Dissertation betreiben wollen.

Lehrinhalte sind u.a. Forschungen über Demokratiequalität, BürgerInnenbeteiligung, Politische Bildung sowie Neue Medien und Europäische Öffentlichkeit. Politikwissenschaftler Peter Filzmaier, Koordinator von netPOL und des Studienprogramms, dazu: "Die Legitimations- und Vertrauenskrise sowie das zunehmende Negativimage von Politik bestreiten nicht einmal die Politiker und Parteien selbst. Doch machen Populismus und angebliche Ho-Ruck-Lösungen keinen Sinn, wir müssen uns noch intensiver wissenschaftlich und auf seriöser Datenbasis mit den Möglichkeiten von Reformen der Demokratie beschäftigen."

Dementsprechend wird im Studium vor allem auf eine höchstwertige Aus- und Fortbildung im Umgang mit sozialwissenschaftlichen Methoden gelegt. Darüber hinaus ist es Teil des Programms, dass die DoktorandInnen ihre Forschungsergebnisse auf wissenschaftlichen Konferenzen sowie durch Publikationen in renommierten Fachzeitschriften vorstellen.

netPOL- Netzwerk Politische Kommunikation

Das internationale und interuniversitäre Netzwerk wurde 2010/11 als Zusammenarbeit der Donau-Universität Krems mit der Karl-Franzens-Universität Graz und Universitäten aus Deutschland, Ungarn und Rumänien sowie externen Netzwerkpartnern aus dem tertiären Bildungssektor konzipiert. Die wissenschaftliche Leitung obliegt Univ.-Prof. Dr. Peter Filzmaier. Erklärtes Ziel von netPOL ist es, durch die Zusammenarbeit zwischen den Partnern und Partneruniversitäten den Lehr- und Forschungsbereich der Politischen Kommunikation und Politischen Bildung zu stärken, auszubauen und in den Fokus eines breiteren und EU- ropäischen Interessentenkreises zu rücken.

Nähere Informationen unter:
http://netpol.at/forschung-lehre/doktorandenkolleg

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Christina Hainzl
Koordination netPOL
Donau Universität Krems / Plattform Politische Kommunikation
Tel: +43 (0)664-8153586
E-mail: christina.hainzl@netpol.at

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