- 05.10.2012, 12:48:25
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"Zukunft der Demokratie in EU-ropa" in Krems ab 2013
Landeshauptmann Pröll, geschäftsführende Rektorin Weber und Politikwissenschaftler Filzmaier stellen Doktoratsstudium der Donau-Universität vor
Utl.: Landeshauptmann Pröll, geschäftsführende Rektorin Weber und
Politikwissenschaftler Filzmaier stellen Doktoratsstudium der
Donau-Universität vor=
Krems (OTS) - Die Donau-Universität Krems startet in Zusammenarbeit
mit der Andrassy Universität Budapest ab Februar 2013 ein
Doktoratsstudium "Zukunft der Demokratie in EU-ropa", das vom Land
Niederösterreich im Rahmen des internationalen und interuniversitären
Netzwerks Politische Kommunikation (netPOL) unterstützt wird.
Das Programm richtet sich an junge ForscherInnen und verbindet
politik-, kommunikations-, und wirtschaftswissenschaftliche Ansätze,
um vor dem Hintergrund einer tiefgreifenden Krise der Politik in
EU-ropa die Weiterentwicklung moderner Demokratien in den Mittelpunkt
der wissenschaftlichen Arbeit zu stellen.
Bei der Vorstellung betonte Landeshauptmann Erwin Pröll die
Bedeutung der internationalen Vernetzung in der Wissenschaft. "Das
Doktorat im Rahmen von netPOL ist die logische Fortsetzung des
niederösterreichischen Weges, durch europäische Kooperationen die
wissenschaftliche Qualität zu verbessern, die Wettbewerbsfähigkeit zu
stärken, überregionale Sichtbarkeit zu ermöglichen und letztlich auch
Exzellenz zu erreichen", so Pröll.
Zugleich unterstrich Pröll die Wichtigkeit, sich mit
wirtschaftlichen Ängsten und der Demokratie- und
Politikverdrossenheit in Europa, welche auch viele seiner nationalen
Regierungen betrifft, auseinanderzusetzen. Klar sei auch, dass dafür
sowohl ein gemeinsames Vorgehen aller Staaten notwendig ist als auch
man für Lösungsideen gerade jüngere Wissenschaftler mehr einbinden
soll.
Viktoria Weber, geschäftsführende Rektorin der Donau-Universität,
nannte das nunmehrige Doktorat einen Meilenstein in der Entwicklung
der Donau-Universität Krems: "Durch netPOL und die Zusammenarbeit mit
der Andrassy Universität haben wir nun die Chance, neben den
bewährten Lehrgängen auch für zukünftige Top-ForscherInnen ein
adäquates Programm anzubieten."
Weber verwies auf das Ziel der beteiligten Universitäten, ihre
Forschungskompetenz zu erhöhen. Das Doktoratsstudium richte sich in
erster Linie an inner- und außeruniversitär bereits in der
Wissenschaft tätige Personen, die ein dreijähriges Forschungsprojekt
als Dissertation betreiben wollen.
Lehrinhalte sind u.a. Forschungen über Demokratiequalität,
BürgerInnenbeteiligung, Politische Bildung sowie Neue Medien und
Europäische Öffentlichkeit. Politikwissenschaftler Peter Filzmaier,
Koordinator von netPOL und des Studienprogramms, dazu: "Die
Legitimations- und Vertrauenskrise sowie das zunehmende Negativimage
von Politik bestreiten nicht einmal die Politiker und Parteien
selbst. Doch machen Populismus und angebliche Ho-Ruck-Lösungen keinen
Sinn, wir müssen uns noch intensiver wissenschaftlich und auf
seriöser Datenbasis mit den Möglichkeiten von Reformen der Demokratie
beschäftigen."
Dementsprechend wird im Studium vor allem auf eine höchstwertige
Aus- und Fortbildung im Umgang mit sozialwissenschaftlichen Methoden
gelegt. Darüber hinaus ist es Teil des Programms, dass die
DoktorandInnen ihre Forschungsergebnisse auf wissenschaftlichen
Konferenzen sowie durch Publikationen in renommierten
Fachzeitschriften vorstellen.
netPOL- Netzwerk Politische Kommunikation
Das internationale und interuniversitäre Netzwerk wurde 2010/11
als Zusammenarbeit der Donau-Universität Krems mit der
Karl-Franzens-Universität Graz und Universitäten aus Deutschland,
Ungarn und Rumänien sowie externen Netzwerkpartnern aus dem tertiären
Bildungssektor konzipiert. Die wissenschaftliche Leitung obliegt
Univ.-Prof. Dr. Peter Filzmaier. Erklärtes Ziel von netPOL ist es,
durch die Zusammenarbeit zwischen den Partnern und
Partneruniversitäten den Lehr- und Forschungsbereich der Politischen
Kommunikation und Politischen Bildung zu stärken, auszubauen und in
den Fokus eines breiteren und EU- ropäischen Interessentenkreises zu
rücken.
Nähere Informationen unter:
http://netpol.at/forschung-lehre/doktorandenkolleg
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