• 05.10.2012, 12:30:10
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Lopatka und Kurz: Moderne Sklaverei muss ein Ende haben

Staatssekretär Reinhold Lopatka und Staatssekretär Sebastian Kurz eröffnen Veranstaltung "Gemeinsam gegen Menschenhandel" an der Diplomatischen Akademie Wien

Utl.: Staatssekretär Reinhold Lopatka und Staatssekretär Sebastian
Kurz eröffnen Veranstaltung "Gemeinsam gegen Menschenhandel"
an der Diplomatischen Akademie Wien=

Wien (OTS) - "Menschenhandel stellt eine schwere Verletzung der
Menschenrechte und der Menschenwürde dar", betonte Staatssekretär
Reinhold Lopatka bei der vom Außenministerium organisierten
Konferenz, anlässlich des Europäischen Tages zur Bekämpfung des
Menschenhandels. Weltweit gibt es mehrere Millionen Opfer von
Menschenhandel. Frauen und Mädchen sind am meisten von dieser
modernen Form der Sklaverei betroffen. Auch in Österreich ist das ein
Thema.

"Die heutige Veranstaltung ist ein wichtiges Puzzleteil zur
Sensibilisierung, um über Menschenhandel zu sprechen, zu diskutieren
und darüber zu informieren", sagte Integrationsstaatssekretär
Sebastian Kurz. "Die heutige Veranstaltung ist aber auch ein
unmissverständliches Signal, dass wir unsere Kräfte im Kampf gegen
Menschenhandel mobilisiert haben und auch in Zukunft unbeirrbar gegen
Menschenhandel vorgehen werden." Wichtig sei dabei auch die
bestmögliche Hilfe und Unterstützung für Opfer von Menschenhandel.
"Dank der Hilfe von den zuständigen Sozialeinrichtungen und NGOs
bekommen Betroffene von Menschenhandel vielseitige Betreuung und
aktiven Beistand, sich in der österreichischen Gesellschaft möglichst
rasch zurechtzufinden", so Kurz. "Dafür möchte ich bei allen
Beteiligten bedanken."

Männer, Frauen und Kinder werden oft unter Anwendung von Gewalt
nach Österreich gebracht und hier ausgebeutet, sei es durch
Zwangsprostitution, durch Kinderhandel, durch systematische Bettelei,
oder durch Ausbeutung in der Bauindustrie, oder der Landwirtschaft.

"Die österreichische Bundesregierung ist fest entschlossen, alle
erforderlichen Maßnahmen im Kampf gegen den Menschenhandel zu
setzen", betonte Staatsekretär Lopatka in seiner Eröffnungsrede. Im
März 2012 verabschiedete die österreichische Bundesregierung bereits
den dritten Nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung des
Menschenhandels, der umfassende Aktionen vorsieht.
"Präventionsarbeit, der Schutz der Opfer und die strafrechtliche
Verfolgung der Täter müssen bei der Bekämpfung dieser Form von
Kriminalität effizient zusammenspielen", so Lopatka. Die vom
Außenministerium bereits seit 2004 geleitete Task Force zur
Bekämpfung des Menschenhandels erfüllt dabei als
"Vernetzungsinstrument" zwischen Ministerien, Bundesländern und
Nichtregierungsorganisationen eine wichtige Rolle.

Auf internationaler Ebene nützt Österreich auch seine
Mitgliedschaft im UN-Menschenrechtsrat, um gemeinsam mit anderen
Staaten und Nichtregierungsorganisationen Initiativen gegen den
Menschenhandel zu setzen. In diesem Zusammenhang engagiert sich die
österreichische Regierung insbesondere für den Schutz von Kindern vor
Ausbeutung und Sklaverei.

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