• 05.10.2012, 12:21:15
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  • OTS0156 OTW0156

Zusätzliche Impulse für die duale Ausbildung

Pädagogische Tagung der Vorarlberger Berufsschulen in Bludenz

Utl.: Pädagogische Tagung der Vorarlberger Berufsschulen in Bludenz=

Bludenz (OTS/VLK) - Als Bundesland mit der höchsten Lehrlingsquote
nimmt Vorarlberg in der dualen Berufsausbildung seit Jahren eine
Vorreiterrolle ein. "Die praxisorientierte Ausbildung kommt
Jugendlichen mit sehr unterschiedlichen Begabungen und Bedürfnissen
entgegen und ermöglicht den Unternehmen, jene qualifizierten
Fachkräfte heranzubilden, die so dringend gebraucht werden", sagte
Landesrat Siegi Stemer anlässlich der Pädagogischen Tagung für
Berufsschullehrkräfte und Lehrlingsausbildende am Freitag, 5. Oktober
2012, an der Landesberufsschule Bludenz.

Diese Veranstaltung sei ein hervorragendes Beispiel für die gute
Zusammenarbeit zwischen Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer und
Berufsschulen in Vorarlberg, betonte Stemer. Thematische Schwerpunkte
von Vorträgen und Diskussionen waren der Paradigmenwechsel hin zur
kompetenzorientierten Ausbildung in Berufsschule und Lehrbetrieb, die
Frage, welche Beiträge zur Initiative "Vorarlberg bewegt" im Rahmen
der dualen Berufsausbildung möglich sind, sowie die
Umsetzungsmöglichkeiten von kompetenzorientierten Lehr- und
Ausbildungsplänen.

Andreas Müller vom Institut Beatenberg in der Schweiz erläuterte
in seinem Referat die zunehmende Bedeutung des kompetenzorientierten
Unterrichts. Die Leitidee: Weg von der reinen Wissensvermittlung hin
zur nachweislichen Handlungsfähigkeit, das heißt Lösen von Problemen.
"Wissen muss in Können münden und in Handlungen sichtbar werden", so
Müller.

Die Bewegungsförderung im Schulalltag soll im Sinne der
Nachhaltigkeit - beginnend mit Bewegungskindergarten und bewegter
Volksschule - nun auch in den Berufsschulen verstärkt werden. Schul-
und Sportlandesrat Stemer und der ehemalige Spitzensportler Marc
Girardelli führten verschiedene Möglichkeiten zu regelmäßiger
Bewegung in Schule und Betrieb aus. Nur gesunde Lehrlinge bringen
eine entsprechende Leistung in Schule und Beruf, so die Überzeugung
der beiden Vortragenden.

Der Tiroler Landesschulinspektor Roland Teißl kam nochmals auf den
Begriff "kompetenzorientiert" zu sprechen, diesmal im Hinblick auf
Lehr- und Ausbildungspläne. Kompetenz- und lernergebnisorientierte
Lehrpläne seien neben den Bildungsstandards ein wichtiges Element für
die schulische Qualitätssicherung. "Waren die alten Lehrpläne stark
Input-betont, so sind die neuen mehr am Outcome interessiert",
erklärte Teißl. Es gehe dabei um lernergebnis- und
kompetenzorientierte Lehrpläne mit Rahmencharakter, die die
Stundentafel, das allgemeine Bildungsziel, die didaktischen
Grundsätze sowie die Bildungs- und Lehraufgabe und den Lehrstoff für
die einzelnen Unterrichtsgegenstände enthalten.

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