JETZT: Tierversuchsgegner hängen vom Dach der Kunstuni am Linzer Hauptplatz

Sie fordern mit Riesentransparent die Tierversuchsseite auf, sich in der Frage der Reform des Tierversuchsgesetzes endlich der öffentlichen Diskussion zu stellen!

Wien (OTS) - Bis 10. November müsste Österreich ein neues Tierversuchsgesetz erlassen haben, so will es die EU-Kommission. Doch bis heute weigert sich die Tierversuchsseite, in die öffentliche Diskussion einzutreten. Stattdessen wird lediglich im Hintergrund Lobbyismus betrieben und mit Konsequenzen gedroht, sollte das Gesetz nicht nach ihren Wünschen ausformuliert werden. Deshalb haben sich jetzt 2 TierschützerInnen vom Dach der Kunstuni am Linzer Hauptplatz abgeseilt und fordern auf einem Riesentransparent, Tierschutz möge auch für Versuchskaninchen gelten.

VGT-Obmann DDr. Martin Balluch kommentiert: "Die Tierschutzseite hat sich klar deklariert, wir wollen strenge Kontrollen für Tierversuche, d.h. eine objektive Schaden-Nutzen Abwägung und eine Versuchstier-Ombudsschaft. Die Öffentlichkeit unterstützt unsere Forderungen mit 80% Mehrheit. Doch was will die Tierversuchsseite, wie argumentiert sie gegen unsere Position? Gar nicht! Jedenfalls nicht öffentlich. Die umzusetzende EU-Richtlinie verpflichtet Österreich, im neuen Tierversuchsgesetz eine ethische Abwägung zwischen Schaden und Nutzen jedes Versuchsprojekts zu treffen, dieser Umstand steht außerhalb der Diskussion. Jetzt bleibt nur die Frage, ob diese Abwägung subjektiv durch einen Beamten am Wissenschaftsministerium durchgeführt werden soll, oder objektiv durch einen vorher festzulegenden Kriterienkatalog. Könnte die Wissenschaft gegen ein objektives Vorgehen sein? Und hier ist das Dilemma der Tierversuchsseite: Sie will unkontrolliert und ungehemmt Tierversuche durchführen, wie bisher, kann diesen Standpunkt aber nicht öffentlich vertreten, weil sie die große Mehrheit der Menschen gegen sich weiß. Daher wird jede öffentliche Diskussion einfach verweigert!"

Der VGT-Obmann schließt: "Solange die Tierversuchsseite sich nicht an die demokratischen Spielregeln hält und ihren Standpunkt öffentlich vertritt, um eine Mehrheit für sich zu gewinnen, werden TierschützerInnen solche Aktionen durchführen müssen, um eine öffentliche Diskussion zu erzwingen. Der Tierversuchsseite fehlt offensichtlich der Mut zur Demokratie! So kann es keinen Kompromiss geben."

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