• 04.10.2012, 16:37:48
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Konsequenzen nach EMS Super-Gau

Wien (OTS) - In der Senatssitzung vom Freitag, den 14.September 2012,
präsentierte das Rektorat auf Grund der Beschwerde der ÖH Medizin
Wien zu genderspezifischen Auswertung beim Bundesministerium für
Wissenschaft und Forschung seinen Kompromissvorschlag zur Lösung der
Genderproblematik beim diesjährigen EMS-Test. Aus diesem geht hervor,
dass 60 weitere Studienplätze zur Verfügung gestellt werden sollen.

Wie Bundesminister Töchterle in der "Kleinen Zeitung" vom 4.10.12
sagt, habe die Medizinische Universität Wien dem Bundesministerium
für Wissenschaft und Forschung eine Kulanzlösung angeboten in der
sie die aktuelle Studienplatzzahl von 740 auf 800 erhöht. Er sei
aber davon ausgegangen, dass damit alle Burschen, die nach
ursprünglicher Auswertung nicht zum Zug kamen, einen Platz bekommen,.
"Wir begrüßen die Vorgehensweise des Ministeriums und freuen uns,
dass für unsere Aufsichtsbeschwerde so rasch eine Lösung gesucht
wurde", so Christian Orasche, der Vorsitzende der ÖH Medizin Wien.
Die Medizinische Universität Wien hat jedoch die 60 zusätzlichen
Plätze wiederum nach ursprünglichem genderspezifischen
Auswahlverfahren vergeben. So wurde die Diskriminierung nicht
beseitigt, sondern nur nach hinten verschoben. Anstatt das Problem an
der Wurzel zu packen, hat man es um 60 weitere Plätze erweitert.

Trotz mehrfacher Warnung der ÖH Medizin Wien vor der
problematischen Auswertung des EMS, wurde diese dennoch umgesetzt und
dann durch einen halbherzigen Kompromissvorschlag kaschiert. Damit
Bestätigen sich die Befürchtungen der ÖH Medizin, dass das
Vizerektorats für Lehre unter einer Zusammenlegung mit dem
Vizerektorat für Personalentwicklung und Frauenförderung leiden
werde. (www.uv-medizin.at/homepage/node/82)

Während wichtige Projekte wie Betreuungsplätze für Studierende mit
Kindern oder ein ganzjähriges Trainingszentrum (Skills Lab) auf
unsere Forderungen hin schon mehrmals versprochen aber nie umgesetzt
wurden, wird hier eifrig einer Genderpolitik ohne Rechtssicherheit
nachgegangen.

Leistung wird nicht mehr nach Leistung, sondern nach Geschlecht
bewertet. Wir befürchten eine weitere Ausweitung dieser
Vorgehensweise auch auf die Prüfungen im Studium. Die drei Säulen
einer Medizinischen Universität "Lehre, Forschung und Klinik" sollten
alle durch ein eigenständiges Rektorat vertreten sein! Aus diesem
Grund fordern wir die Aufspaltung des Vizerektorats in zwei
eigenständige Vizerektorate, eines für Lehre und eines für Gender und
Diversity. Weiters fordern wir von der Vizerektorin für Lehre, Gender
und Diversity nach diesem Debakel Konsequenzen zu ziehen!

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