- 04.10.2012, 14:55:49
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Wr. Gemeinderat - SP-Woller: Künstlerische Arbeit darf irritieren
Wien (OTS/SPW-K) - In der heutigen Schwerpunktdebatte im Gemeinderat
zur Wiener Kulturpolitik brach SP-Gemeinderat und Kultursprecher
Ernst Woller eine Lanze für die Freiheit der Kunst: "Künstlerische
Arbeit kann und darf irritieren. Die wiederkehrenden Versuche der
Opposition, einzelne Kunstprojekte zu skandalisieren und zu
diskreditieren, sind daher fehl am Platz." Erfreut zeigte sich Woller
darüber, dass für das wichtigste kulturpolitische Projekt Wiens in
den nächsten Jahren, dem Wien Museum, ein breiter Konsens zwischen
allen Fraktionen im Wiener Rathaus hinsichtlich der Bedeutung und der
Notwendigkeit eines Neubaus herbeigeführt werden konnte. "Es ist
erfreulich, dass den großartigen Ausstellungen des Wien Museums die
besten baulichen, finanziellen und kulturpolitischen Voraussetzungen
gewährleistet werden. Um das sicherzustellen, werden die Planungen in
der gebotenen Gründlichkeit vorangetrieben, denn sie Sammlung der
Wienerinnen und Wiener muss die beste Präsentationsmöglichkeit
haben", so Woller.
Zur Diskussion über die Vereinigten Bühnen Wien am New Yorker
Broadway hielt der SP-Gemeinderat fest, dass ein Auslandsengagement
der VBW-Produktion Rebecca eine enorme Chance sowie strategisch und
wichtige Entscheidung war. "Die schwierige Finanzierungsfindung in
New York, wo für Musical-Produktionen ausschließlich private
Sponsoren aufkommen, ist für mich aber das beste Beispiel dafür, wie
wichtig die Absicherung von künstlerischen Institutionen der
Kulturstadt Wien durch garantierte öffentliche Finanzierung ist",
betonte Woller.
Erfreut zeigte sich der SP-Gemeinderat auch über den heutigen
Beschluss einer 4-Jahresförderung für das Serapionstheater: "Durch
die Förderung wird dieses großartige Ensemble und einer der wohl
schönsten Theaterräume Wiens, das Odeon, für die nächsten Jahre
abgesichert. Unter der künstlerischen Leitung von Ulrike Kaufmann und
Erwin Piplits hat das Ensemble in den letzten 40 Jahren
Theatergeschichte geschrieben und dafür zu recht dreimal den Nestroy
Theaterpreis erhalten."
(Schluss)
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