Volkshilfe unterstützt Forderungen von Traiskirchner Bürgermeister

Grundlegende Verbesserungen im Flüchtlingswesen müssen wieder auf die Tagesordnung

Wien (OTS) - Der Bürgermeister von Traiskirchen Fritz Knotzer, der sich seit vielen Jahren für AsylwerberInnen in seiner Gemeinde einsetzt, hat in seiner gestrigen Aussendung eine grundlegende Reform des Flüchtlingswesens in Österreich gefordert.

Auch für die Volkshilfe ist es ein Gebot der Stunde, dass die österreichische Politik Flüchtlingsschutz ernst nimmt und die Menschen, die Schutz bedürfen, in den Mittelpunkt stellt, anstatt sie immer wieder als Bedrohung zu definieren. Die Volkshilfe kritisiert auch, dass die Betreuung von asylsuchenden Menschen an gewinnorientierte Unternehmen vergeben werden - wie es in Traiskirchen gerade der Fall ist.

Der Präsident der Volkshilfe Österreich Univ.-Prof. Dr. Josef Weidenholzer nimmt dazu Stellung: "Wir waren und sind der Ansicht, dass humanitäre Organisationen zur Betreuung von traumatisierten und schutzsuchenden Menschen besser geeignet sind. Da bin ich mit Bürgermeister Knotzer einer Meinung. Die Verankerung in der Zivilgesellschaft, die Verbindung zu ehrenamtlichem Engagement und die nicht-gewinnorientierte Haltung sind dabei wesentlich."

Auch ein Zugang zum Arbeitsmarkt für AsylwerberInnen ist ein langjähriges Anliegen der Volkshilfe. "Das hat neben dem arbeitsmarktpolitischen Aspekt auch eine zutiefst menschliche Seite. Menschen, die über Jahre zum Nichtstun gezwungen werden, verlieren ihre Fähigkeiten und ihr Selbstbewusstsein. Das bringt unnötiges Leid über die vom Schicksal ohnehin geschlagenen Flüchtlinge", betont Weidenholzer.

Nachdem es immer noch Bundesländer gibt, die trotz bestehender Vereinbarungen mit dem Bund ihren Verpflichtungen nicht nachkommen und weit unter der Betreuungsquote liegen, unterstützt Weidenholzer Bürgermeister Knotzer auch bei der Forderung, dass die Länder hier ihrer Verantwortung endlich nachkommen. "Die immer wiederkehrende Überbelastung des Flüchtlingslagers Traiskirchen ist ein Symptom dafür, dass Österreich seine humanitären Verpflichtungen nur unzureichend erfüllt und Verbesserungen dringend nötig sind", schließt Weidenholzer.

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