• 04.10.2012, 11:04:15
  • /
  • OTS0116 OTW0116

Volkshilfe unterstützt Forderungen von Traiskirchner Bürgermeister

Grundlegende Verbesserungen im Flüchtlingswesen müssen wieder auf die Tagesordnung

Utl.: Grundlegende Verbesserungen im Flüchtlingswesen müssen wieder
auf die Tagesordnung=

Wien (OTS) - Der Bürgermeister von Traiskirchen Fritz Knotzer, der
sich seit vielen Jahren für AsylwerberInnen in seiner Gemeinde
einsetzt, hat in seiner gestrigen Aussendung eine grundlegende Reform
des Flüchtlingswesens in Österreich gefordert.

Auch für die Volkshilfe ist es ein Gebot der Stunde, dass die
österreichische Politik Flüchtlingsschutz ernst nimmt und die
Menschen, die Schutz bedürfen, in den Mittelpunkt stellt, anstatt sie
immer wieder als Bedrohung zu definieren. Die Volkshilfe kritisiert
auch, dass die Betreuung von asylsuchenden Menschen an
gewinnorientierte Unternehmen vergeben werden - wie es in
Traiskirchen gerade der Fall ist.

Der Präsident der Volkshilfe Österreich Univ.-Prof. Dr. Josef
Weidenholzer nimmt dazu Stellung: "Wir waren und sind der Ansicht,
dass humanitäre Organisationen zur Betreuung von traumatisierten und
schutzsuchenden Menschen besser geeignet sind. Da bin ich mit
Bürgermeister Knotzer einer Meinung. Die Verankerung in der
Zivilgesellschaft, die Verbindung zu ehrenamtlichem Engagement und
die nicht-gewinnorientierte Haltung sind dabei wesentlich."

Auch ein Zugang zum Arbeitsmarkt für AsylwerberInnen ist ein
langjähriges Anliegen der Volkshilfe. "Das hat neben dem
arbeitsmarktpolitischen Aspekt auch eine zutiefst menschliche Seite.
Menschen, die über Jahre zum Nichtstun gezwungen werden, verlieren
ihre Fähigkeiten und ihr Selbstbewusstsein. Das bringt unnötiges Leid
über die vom Schicksal ohnehin geschlagenen Flüchtlinge", betont
Weidenholzer.

Nachdem es immer noch Bundesländer gibt, die trotz bestehender
Vereinbarungen mit dem Bund ihren Verpflichtungen nicht nachkommen
und weit unter der Betreuungsquote liegen, unterstützt Weidenholzer
Bürgermeister Knotzer auch bei der Forderung, dass die Länder hier
ihrer Verantwortung endlich nachkommen. "Die immer wiederkehrende
Überbelastung des Flüchtlingslagers Traiskirchen ist ein Symptom
dafür, dass Österreich seine humanitären Verpflichtungen nur
unzureichend erfüllt und Verbesserungen dringend nötig sind",
schließt Weidenholzer.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VHO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel