Bures: High Tech "made in Austria" in Indien sehr gefragt

Ministerin öffnet österreichischen Unternehmen Türen für den boomenden indischen Infrastrukturmarkt - FOTOS

Wien (OTS/BMVIT) - Werbung für den Technologiestandort Österreich und heimische High-Tech-Unternehmen macht Innovationsministerin Doris Bures bei ihrem viertägigen offiziellen Besuch in Indien. Bures traf in der indischen Hauptstadt New Delhi vier indische Minister, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Österreich und Indien zu vertiefen. Die Ministerin hat dazu Kooperationsabkommen im Bereich der Verkehrstechnologien und im Bereich Schifffahrtstechnologien mit indischen Ministern abgeschlossen. Heimische Unternehmen sollen so leichter Zugang zum boomenden indischen Milliarden-Markt bekommen. Eine Leistungsschau österreichischer Technologie-Unternehmen gab es am Mittwoch beim "Austrian Showcase" in New Delhi, die bei den Vertretern der indischen Ministerien und Industrie großen Anklang gefunden hat, wie die Ministerin am Mittwochnachmittag (Ortszeit) in einer Pressekonferenz in New Delhi betonte. ****

"Das ist in beiderseitigem Interesse, denn Indien will in den nächsten Jahren die Modernisierung seiner veralteten und überlasteten Infrastruktur mit Hochdruck vorantreiben. Und österreichische Unternehmen bieten genau das, was Indien braucht: Spitzentechnologie, vor allem in den Bereichen Verkehrs-, Kommunikations-, Energie- und Umwelttechnologie", unterstrich Bures, die bei ihrem offiziellen Besuch von einer hochrangigen Wirtschafts- und Technologiedelegation begleitet wurde. Ein Kooperationsabkommen über Verkehrstechnologien hat Bures bereits am ersten Tag ihres Staatsbesuchs mit dem Minister für Straßen, Transport und Autobahnen, C.P. Joshi, am Montag abgeschlossen.

Die indische Regierung hat für die Fünfjahresplanperiode 2012 bis 2017 einen Investitionsbedarf von rund 1 Bill. US-Dollar aus öffentlichen und privaten Mitteln festgestellt, die für die Verbesserung der Energie- und Wasserversorgung sowie den Ausbau der Verkehrswege, der See- und Flughäfen sowie in das Telekommunikationsnetz notwendig wären. Auch wenn diese Summe nach derzeitigem Stand nicht in vollem Umfang erreicht wird, gibt es jedenfalls enorme Investitionen in die Infrastruktur. In den letzten Budgets wurden für den Infrastruktursektor besonders hohe Ausgabensteigerungen zwischen 10 und 20 Prozent beschlossen.

Österreichische Unternehmen sind im Bereich der Intelligenten Verkehrssysteme schon heute Technologieführer. Ihre Technologien kommen etwa in der Verkehrs-Telematik, im Traffic Management, bei elektronischen Mautsystemen, in der LED-Signaltechnik oder in Verkehrsleitzentralen zum Einsatz. An diesem Know-how aus Österreich ist Indien äußerst interessiert. Nicht zuletzt deshalb, weil der Subkontinent seine Verkehrsinfrastruktur gerade mit Hochdruck ausbaut. Im Rahmen des "National Highway Development Programme" werden bis 2015 insgesamt 157 Milliarden Euro in die Straßeninfrastruktur investiert.

Noch heuer soll aufbauend auf das Kooperationsabkommen im Bereich Verkehrstechnologien ein "Memorandum of Understanding" (MoU) unterzeichnet werden. Dann werden im ersten Halbjahr 2013 Arbeitsgruppen eingerichtet und Projekte in gemeinsamem Interesse definiert, deren Umsetzung noch vor Jahresende 2013 starten kann.

Um den Weg für heimische Schiffahrts-Technologieunternehmen in Indien zu ebnen, unterzeichnet Ministerin Bures mit dem indischen Schifffahrtsminister G.K. Vasan am Mittwochnachmittag ein Kooperationsabkommen im Bereich Schifffahrtstechnologien. Denn Österreich bietet auch in Sachen Binnenschifffahrt herausragende technologische Lösungen, so z.B. beim Wasserstraßenmanagement. Das Fluss-Schifffahrtsinformationssystem "RIS/River Information System" ist federführend von der bmvit-Tochter Via Donau und Frequentis entwickelt worden. Es ist Vorbild in der europäischen Fluss-Schifffahrt und ebenso bereits am Nil im Einsatz. Auch bei der Sprach- und Datenkommunikation und Hafeninfrastruktur können österreichische Unternehmen erfolgreiche Referenzprojekte vorweisen.

Die große Nachfrage nach rotweißrotem High Tech hat auch der "Austrian Showcase" in New Delhi bewiesen. 13 österreichische Unternehmen - Markt- und Technologieführer in ihren jeweiligen Bereichen - präsentierten am Mittwoch beim österreichisch-indischen Technologiesymposium ihre Unternehmen und Technologien für den indischen Markt. "Diese Leistungsschau hat bei den Vertretern indischer Ministerien, der indischen Industriekammer und Unternehmen außerordentlich großes Interesse hervorgerufen", freut sich die Ministerin.

Neben dem Schifffahrtsminister und den Minister für Straßen, Transport und Autobahnen traf Bures auch den Minister für urbane Entwicklung, Kamal Nath, sowie den Minister für zivile Luftfahrt, Ajit Singh.

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