- 03.10.2012, 13:21:02
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GÖD-Bundesheergewerkschaft einstimmig für Erhalt der Wehrpflicht!
Appell von Oberbefehlshaber Bundespräsident Heinz Fischer zu mehr Sachlichkeit in der Diskussion zum Erhalt der Wehrpflicht wird begrüßt
Utl.: Appell von Oberbefehlshaber Bundespräsident Heinz Fischer zu
mehr Sachlichkeit in der Diskussion zum Erhalt der Wehrpflicht
wird begrüßt=
Wien (OTS) - Bundespräsident Heinz Fischer hat beim Tag der Leutnante
in Wiener Neustadt sehr deutlich eine sachliche Diskussion im Vorfeld
der Volksbefragung über die Wehrpflicht eingemahnt und
unmissverständlich festgestellt, dass er selbst seine Haltung zur
Wehrpflicht nicht geändert habe.
Dessen ungeachtet verläuft die Diskussion in der Frage der
Wehrsystems zunehmend skurril. So verwundern die Aussagen zweier
Militärkommandanten, die sich öffentlich auf ein Berufsheer
festlegen. Der Militärkommandant der Steiermark, Bgdr Zöllner, war
bisher als "glühender Anhänger der Wehrpflicht" bekannt. Der vor
kurzem zum Militärkommandanten von Kärnten beförderte Bgdr
Gitschthaler verweist auf die fehlende neue Sicherheitsstrategie,
stellt fest, dass ihm alles viel zu schnell gegangen sei und er daher
unter diesen Voraussetzungen nicht nur für die Freiwilligenarmee
stimmen wird sondern auch für eine "Radikalreform, die schmerzhaft
sein wird für viele" eintreten werde.
"Ich gehe nicht davon aus, dass - entgegen anderslautender
Gerüchte - diese Aussagen von Bundesminister Darabos oder von seinem
Umfeld angeordnet wurden. Es wird das daher wohl die persönliche
Meinung der beiden Militärkommandanten sein, die zu respektieren
ist", so Wilhelm Waldner, Vorsitzender der
GÖD-Bundesheergewerkschaft.
"Die beiden hochrangigen "Experten" werden wohl das
Berufsheermodell des Verteidigungsministers kennen, das an Stelle der
bisherigen Militärkommanden künftig nur mehr Verbindungsstellen mit
deutlich reduziertem Personalstand vorsieht. Die vielen Offiziere,
Unteroffiziere und Zivilbediensteten in den Militärkommanden werden
es den beiden "Experten" zu danken wissen", so Waldner weiter.
Die anfangs errechneten Kosten für das "Darabos-Berufsheer" wurden
mehrmals nach unten verändert, um die Frohbotschaft verkünden zu
können, dass künftig mehr Profis nicht mehr kosten. Zwischenzeitlich
führt Sozialminister Hundstorfer für den ebenfalls in Diskussion
stehenden "siamesischen Zwilling" Zivildienst ähnlich kreative
Rechenübungen durch.
Die Bedenken des über alle Parteigrenzen hinweg beliebten und
anerkannten Generalstabschefs Entacher werden vom
Verteidigungsminister und seinen wenigen "Experten" negiert.
Offensichtlich träumen jene von einer Berufsarmee amerikanischen
Zuschnitts - und da passen Grundwehrdiener nicht dazu.
Einsätze wie 2002 wären laut Entacher mit einem "Berufsheer"
schlichtweg nicht möglich. Unverdächtig ist hier die Feststellung aus
dem Verteidigungsministerium aus dem Jahre 2010: "Ohne Wehrpflicht
wären derartige Einsätze jedoch nicht in diesem Ausmaß möglich".
Gerade die Einsatzbilanzen aus dem letzten Winter und aus den
aktuellen Einsätzen in der Steiermark und in Kärnten zeigen, dass
diese Ergebnisse ohne Präsenzdiener niemals erreichbar gewesen wären.
"Die Gewerkschafter/innen und Personalvertreter/innen des
Bundesheeres haben sich bereits in einer Resolution vom 2. Dezember
2010 überparteilich und einstimmig zur Wehrpflicht bekannt. Wir
werden uns daher auch weiterhin verstärkt in die öffentliche
Diskussion einbringen! Wir stehen gemeinsam mit allen vernünftigen
Kräften in diesem Land für ein "Ja zur Wehrpflicht!"", so Waldner
abschließend.
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