AKNÖ: Wer verdient wie viel - und ist das gerecht?

Equal Pay Day: Ab 3. Oktober arbeiten Frauen in NÖ gratis

Wien (OTS) - Die letzten drei Monate des Jahres arbeiten Frauen gratis. In NÖ endet die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen laut Statistik am Mittwoch, den 3. Oktober 2012. "Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit muss zu einer Selbstverständlichkeit werden. Es wird Zeit, dass wir diese Lohnunterschiede beseitigen", fordert die Vizepräsidentin der AKNÖ Brigitte Adler.

Wer verdient wie viel - und ist das gerecht? Diese Frage stellen sich meistens Frauen, denn sie verdienen häufig, selbst bei gleicher Qualifikation, weniger als Männer. Sie sind es noch immer, die familienbedingt ihre berufliche Tätigkeit unterbrechen und sie reduzieren häufiger ihre Arbeitsstunden. "Männer für die Karenz zu gewinnen, würde hier Abhilfe schaffen", erklärt die AKNÖ-Frauenpolitikexpertin KRin Christa Bogath.

Frauen verdienen in Niederösterreich bei Vollzeitgehältern durchschnittlich 75 Prozent von Männern. "Ein wichtiger Schritt war die Einführung der Einkommenstransparenz in größeren Unternehmen. Denn nur wenn die Diskriminierungen bekannt sind, können wir auch dagegen auftreten. Frauen haben ein Recht auf ein faires Einkommen, daher Schluss mit der Einkommensdifferenz", fordert Adler.

Die Ursachen für das Auseinanderklaffen der Einkommensschere sind eine überwiegende Beschäftigung der Frauen in Niedriglohnbranchen, eine überproportionale Beschäftigung in Hilfs- und Dienstleistungstätigkeiten und ein geringer Anteil an Frauen in Führungspositionen. "Eine weitere Ursache ist der ständig steigende Anteil an Teilzeitbeschäftigten, und das nicht immer freiwillig. Denn laut Statistik Austria wollen lediglich 20 Prozent der teilzeitbeschäftigten Erwerbstätigen keine Vollzeitbeschäftigung", berichtet Bogath.

Mehr Betreuungsplätze und bessere Ausbildung

"Wir fordern endlich im ganzen Bundesland Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dazu gehört der flächendeckende Ausbau von Betreuungseinrichtungen auch für unter Zweieinhalbjährige und spezielle Mädchen- und Frauenförderungen für die Berufsausbildung bzw. zur beruflichen Neuorientierung, damit ein Equal Pay Day endlich der Vergangenheit angehören kann", so AKNÖ-Vizepräsidentin Adler.

Rückfragen & Kontakt:

KRin Christa Bogath
Abteilung Frauenpolitik der AKNÖ
Tel.: 05/7171- 5533, 0664/39 20 123
E-Mail: christa.bogath@aknoe.at

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