• 03.10.2012, 13:11:29
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AKNÖ: Wer verdient wie viel - und ist das gerecht?

Equal Pay Day: Ab 3. Oktober arbeiten Frauen in NÖ gratis

Utl.: Equal Pay Day: Ab 3. Oktober arbeiten Frauen in NÖ gratis=

Wien (OTS) - Die letzten drei Monate des Jahres arbeiten Frauen
gratis. In NÖ endet die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen laut
Statistik am Mittwoch, den 3. Oktober 2012. "Gleicher Lohn für
gleichwertige Arbeit muss zu einer Selbstverständlichkeit werden. Es
wird Zeit, dass wir diese Lohnunterschiede beseitigen", fordert die
Vizepräsidentin der AKNÖ Brigitte Adler.

Wer verdient wie viel - und ist das gerecht? Diese Frage stellen sich
meistens Frauen, denn sie verdienen häufig, selbst bei gleicher
Qualifikation, weniger als Männer. Sie sind es noch immer, die
familienbedingt ihre berufliche Tätigkeit unterbrechen und sie
reduzieren häufiger ihre Arbeitsstunden. "Männer für die Karenz zu
gewinnen, würde hier Abhilfe schaffen", erklärt die AKNÖ-
Frauenpolitikexpertin KRin Christa Bogath.

Frauen verdienen in Niederösterreich bei Vollzeitgehältern
durchschnittlich 75 Prozent von Männern. "Ein wichtiger Schritt war
die Einführung der Einkommenstransparenz in größeren Unternehmen.
Denn nur wenn die Diskriminierungen bekannt sind, können wir auch
dagegen auftreten. Frauen haben ein Recht auf ein faires Einkommen,
daher Schluss mit der Einkommensdifferenz", fordert Adler.

Die Ursachen für das Auseinanderklaffen der Einkommensschere sind
eine überwiegende Beschäftigung der Frauen in Niedriglohnbranchen,
eine überproportionale Beschäftigung in Hilfs- und
Dienstleistungstätigkeiten und ein geringer Anteil an Frauen in
Führungspositionen. "Eine weitere Ursache ist der ständig steigende
Anteil an Teilzeitbeschäftigten, und das nicht immer freiwillig. Denn
laut Statistik Austria wollen lediglich 20 Prozent der
teilzeitbeschäftigten Erwerbstätigen keine Vollzeitbeschäftigung",
berichtet Bogath.

Mehr Betreuungsplätze und bessere Ausbildung

"Wir fordern endlich im ganzen Bundesland Maßnahmen für eine bessere
Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dazu gehört der flächendeckende
Ausbau von Betreuungseinrichtungen auch für unter Zweieinhalbjährige
und spezielle Mädchen- und Frauenförderungen für die Berufsausbildung
bzw. zur beruflichen Neuorientierung, damit ein Equal Pay Day endlich
der Vergangenheit angehören kann", so AKNÖ-Vizepräsidentin Adler.

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