• 03.10.2012, 10:57:19
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Erste RSI-Garantievereinbarung in Europa zur Unterstützung innovativer Unternehmen in Österreich

Im Bild v.l.n.r.: Jean-David Malo, Head of Unit
Generaldirektion Forschung und Innovation Europäische Kommission;
Rainer Hauser, Bank Austria Vorstand für Privatkunden, Klein und
Mittelbetriebe; Richard Pelly, Chief Executive European Investment
Fund

Wien (OTS) - Der European Investment Fund (EIF) und die UniCredit
Bank Austria haben heute die erste Garantievereinbarung zur
Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im Rahmen des
"Risk Sharing Instrument" (RSI) - einer gemeinsamen Initiative der
European Investment Bank Group und der Europäischen Kommission -
unterzeichnet. Diese Vereinbarung ermöglicht es der UniCredit Bank
Austria, in den nächsten beiden Jahren innovativen Unternehmen
Kredite in Höhe von insgesamt bis zu 120 Millionen Euro zur Verfügung
zu stellen und damit Unternehmen den Zugang zu Finanzierungen zu
erleichtern.

Die UniCredit Bank Austria bietet als erste Bank in Europa Kredite
im Rahmen des RSI an. Noch heuer werden voraussichtlich weitere
Banken folgen. Nach einer europaweiten Ausschreibung erfolgt die
Auswahl der Banken durch den EIF. Das RSI soll Banken bei der Vergabe
von Krediten und Leasingfinanzierungen zwischen 25.000 Euro und 7,5
Millionen Euro an KMU und mittelständische Unternehmen unterstützen,
die sich in den Bereichen Forschung, Entwicklung oder Innovation
engagieren und Finanzierungen für Investitionen bzw. Betriebsmittel
benötigen.

Richard Pelly, Chief Executive des EIF, bei der
Vertragsunterzeichnung in Wien: "Ich freue mich sehr, unsere erste
Vereinbarung im Rahmen des neuen 'Risk Sharing Instrument' zur
Unterstützung innovativer kleiner und mittlerer Unternehmen in
Österreich zu unterzeichnen. Dieses neue Programm der Europäischen
Kommission wird innerhalb sehr kurzer Zeit umgesetzt. In den nächsten
Monaten wird mit der Unterzeichnung weiterer Vereinbarungen in ganz
Europa gerechnet.

Durch eine Garantie in Höhe von 50 Prozent unterstützt der EIF die
UniCredit Bank Austria bei der effizienten Bereitstellung dringend
benötigter Finanzierungsmittel für innovative Unternehmen. Die
österreichische Wirtschaft erhält dadurch zusätzliche Impulse."

"Wir freuen uns sehr, unseren Kundinnen und Kunden als erste Bank
in ganz Europa und damit auch in Österreich das ,Risk Sharing
Instrument' anbieten zu können - ein neues Garantieprogramm der EU,
das vom EIF gemanagt wird," betont Rainer Hauser, Vorstand für
Privatkunden, Klein- und Mittelbetriebe der UniCredit Bank Austria.
"Diese Initiative ermöglicht es uns, innovations- und
forschungsorientierten KMU und mittelständischen Unternehmen Kredite
in der Höhe von 120 Millionen Euro zu sehr günstigen Konditionen zur
Verfügung zu stellen. KMU haben damit zwei große Vorteile: Sie
erhalten durch den EIF eine sehr preisgünstige zusätzliche
Besicherung und zweitens noch attraktivere Konditionen, weil wir die
Kostenvorteile aus der Garantie eins zu eins an unsere Kunden
weitergeben. Die Bank Austria erschließt damit zusätzliche
Finanzierungsmöglichkeiten für innovative Unternehmen und
unterstreicht so neuerlich ihre Rolle als führender Kreditgeber in
Österreich."

Die EU-Kommissarin für Forschung und Innovation, Máire
Geoghegan-Quinn, begrüßte die Vertragsunterzeichnung: "Wir wollen
innovative Klein- und Mittelbetriebe unterstützen, und zwar direkt
über unsere Forschungsprogramme und indirekt über unsere
Risikoteilungsinstrumente gemeinsam mit der European Investment Bank
Group. Dies ist die erste einer Reihe von Vereinbarungen im Rahmen
des RSI. Darüber hinaus schlagen wir die Einführung einer
KMU-Fazilität ab 2014 im Rahmen unseres zukünftigen Forschungs- und
Innovationsprogramms Horizon 2020 vor."

Über den European Investment Fund

Die Hauptaufgabe des EIF besteht darin, kleine und mittlere
Unternehmen (KMU) in Europa durch Erleichterung des Zugangs zu
Finanzierungen zu unterstützen. Der EIF konzipiert und entwickelt
Risikokapital- und Garantieinstrumente, die speziell auf dieses
Marktsegment abzielen. Dabei fördert der EIF EU-Ziele zur
Unterstützung von Innovation, Forschung und Entwicklung,
Unternehmertum, Wachstum und Beschäftigung. Per Ende 2011 betrug das
Nettoengagement des EIF gegenüber Private Equity-Fonds ingesamt mehr
als 6 Milliarden Euro. Mit Anlagen in über 370 Fonds ist der EIF ein
führender Akteur bei europäischem Risikokapital, vor allem im
High-Tech-Bereich und in der Frühphase von Unternehmen. Das
Kreditvolumen mit EIF-Garantie betrug Ende 2011 insgesamt über 4,4
Milliarden Euro und verteilte sich auf knapp 220 Transaktionen.
Damit ist der EIF ein bedeutender Akteur im Bereich Garantien für KMU
und ein führender Mikrofinanz-Garantiegeber.

Über die UniCredit Bank Austria

Die Bank Austria ist die führende Bank in Österreich und Zentral-
und Osteuropa. Seit 2005 ist sie Mitglied der UniCredit, einer der
größten europäischen Bankengruppen. Die Bank Austria steht für ein
stetes Bemühen um ein Höchstmaß an Kundenzufriedenheit. Während der
jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise stellte die Bank Austria ihre
Finanzkraft unter Beweis und konnte als einzige österreichische
Großbank auf die Inanspruchnahme staatlicher Kapitalhilfen
verzichten. Als moderne und dynamische Universalbank bietet sie ihren
Kundinnen und Kunden Zugang zu internationalen Finanzmärkten. Die
Bank Austria ist die Drehscheibe der UniCredit für ihr Bankennetzwerk
in Zentral- und Osteuropa, wo die gesamte Gruppe klarer Marktführer
ist.

Die Bank Austria unterstützt die Wirtschaft in Österreich durch
besondere Angebote für innovative KMU - und das beginnend mit
ausgezeichneter Beratung in der Start-up-Phase, modernen und
flexiblen Finanzierungslösungen inklusive Förderungen bis hin zur
Unternehmens- und Nachfolgeplanung. Die Bank Austria absolvierte
erfolgreich den umfangreichen Bewerbungs- und Prüfprozess des EIF
hinsichtlich ihrer KMU-Strategie, Bonität, Risikomodelle,
Vertriebsstärke und Marketinginitiativen, bewies insbesondere ihr
gebündeltes Know-how in Export- und Investitionsfinanzierungen und
Förderberatung und ist daher ein idealer Partner für den EIF, um
dieses bedeutende neue EU-Programm in Österreich zu starten.

Das "Risk-Sharing Instrument" (RSI)

Das RSI ist ein neues Garantie-Programm zur Unterstützung der
Finanzierung von KMU und mittelständischen Unternehmen, die sich
besonders in den Bereichen Forschung und Entwicklung bzw. Innovation
engagieren. Beim RSI handelt es sich um eine gemeinsame Initiative
des EIF, der European Investment Bank (EIB) und der Europäischen
Kommission. Das RSI wird von der Europäischen Union im Rahmen des 7.
Forschungsrahmenprogramms (FP7) unterstützt und nützt die
Risikotragfähigkeit des EIF. Das RSI ergänzt die bestehende Risk
Sharing Finance Facility (RSFF) der EIB.

Im Rahmen dieses Programms gewährt der European Investment Fund
(EIF) gegen eine Gebühr Garantien an Banken und Leasingunternehmen,
die Finanzierungen für KMU und mittelständische Unternehmen anbieten.
Bei Zahlungsverzug deckt die Garantie 50 Prozent des aushaftenden
Kreditbetrags. An der Pilotphase werden voraussichtlich etwa 10
Banken teilnehmen, womit bis zu 1.000 Kreditnehmer mit einem
Gesamtkreditvolumen von bis zu 1,0 Milliarden Euro Unterstützung im
Rahmen des RSI erhalten.

Die Aufforderung zur Interessenbekundung richtet sich an alle
Finanz- und Kreditinstitute mit Sitz und Geschäftstätigkeit in der EU
und/oder dem FP7 angeschlossenen Ländern; dazu zählen Island,
Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz, Israel, die Türkei, Kroatien,
Mazedonien, Serbien, Albanien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina,
die Färöer-Inseln und Moldawien.

Weitere Informationen über das RSI:
http://www.eif.org/what_we_do/guarantees/RSI/index.htm

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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