• 03.10.2012, 10:50:29
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Berlakovich fordert klare Konsequenzen aus AKW-Stresstests

Europäisches Nuklearsicherheitssytem notwendig

Utl.: Europäisches Nuklearsicherheitssytem notwendig=

Wien (OTS) - "Die Konsequenzen aus den Stresstests für Europäische
Kernkraftwerke (AKW) liegen für mich klar auf der Hand: Entweder
nachrüsten oder abschalten", kommentierte Umweltminister Niki
Berlakovich den Bericht der EU-Kommission zu den Stresstests der
europäischen AKW, wonach dringender Handlungsbedarf gegeben ist. Es
sei höchste Zeit für die Einrichtung eines europäischen
Nuklearsicherheitssystems.

Berlakovich: "Wichtig ist, dass die Betreiberstaaten sofort mit
der Ausarbeitung der nationalen Aktionspläne zur Mängelbehebung
beginnen. Bis Ende des Jahres müssen diese vorgelegt werden, sodass
sie nächstes Jahr überprüft werden können."

Natürlich wird sich Österreich, wie im gesamten
Stresstest-Prozess, wieder aktiv und kritisch einbringen. Für die
Nachbarstaaten wurden bereits anlagenbezogene Auswertungen der
Stresstests in Auftrag gegeben.

"Österreichs Kurs in dieser Frage ist richtig, auch wenn die
Stresstests nicht alle Sicherheitsfragen abdecken würden. Wir
brauchen einheitliche und rechtsverbindliche Sicherheitsstandards auf
höchstem Niveau", unterstreicht Berlakovich.

Die Europäische Kommission möchte die Defizite in den europäischen
Kernkraftwerken beheben, die von den nationalen Aufsichtsbehörden
einzufordern sind und den Rechtsrahmen deutlich verbessern.

Kommissar Günther Öttinger wird morgen dem Industrieausschuss des
Europäischen Parlaments das Endergebnis der Stress-Test vorlegen.

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