- 03.10.2012, 10:29:02
- /
- OTS0079 OTW0079
Lassen wir unsere Streunerkatzen nicht im Stich
Forderung von VIER PFOTEN und PFOTENHILFE Lochen zum Welttierschutztag: Keine Ausnahmen bei der Kastrationspflicht

Utl.: Forderung von VIER PFOTEN und PFOTENHILFE Lochen zum
Welttierschutztag: Keine Ausnahmen bei der Kastrationspflicht=
Wien (OTS) - Anlässlich des Welttierschutztages am 4. Oktober machen
VIER PFOTEN und das Tierheim PFOTENHILFE Lochen (OÖ) erneut auf das
Leid der Streunerkatzen in Österreich aufmerksam. Sie fordern ein
Ende der bestehenden Ausnahmen in der gesetzlichen
Kastrationspflicht. Zu diesem Zweck hat VIER PFOTEN ein
Online-Protest-Tool entwickelt, mit dem Bürger Gesundheitsminister
Alois Stöger auffordern können, auch jene Landwirte in die Pflicht zu
nehmen, die streunende Katzen in ihrer Umgebung durchfüttern (Link
siehe unten).
Haben Katzen regelmäßigen Zugang ins Freie, so sind sie laut
Gesetz (Zweite Tierhaltungsverordnung) von einem Tierarzt kastrieren
zu lassen, sofern diese Tiere nicht zur kontrollierten Zucht
verwendet werden oder in bäuerlicher Haltung leben. "Landwirte machen
es sich oft leicht, indem sie angeben, dass eine Katze, die
regelmäßig am Hof ist, nicht ihnen gehört. Sobald sie aber de facto
am Hof lebt, sollte der Bauer nicht von der Pflicht zur Kastration
ausgenommen sein.", so VIER PFOTEN-Geschäftsführer Helmut Dungler.
Nach wie vor werden viele junge Katzen aus landwirtschaftlicher
Haltung nach der Geburt schlicht getötet, was natürlich gesetzlich
verboten ist. Die überlebenden Tiere werden nicht kastriert - was
laut Helmut Dungler ein Teufelskreis ist: "Sie vermehren sich weiter
unkontrolliert, damit gehen die Tötungen in der nächsten Generation
weiter."
PFOTENHILFE täglich mit Leid der Streunerkatzen konfrontiert
Längst sind Streunerkatzen nicht nur in den südlichen Ländern,
sondern auch in Österreich zu einem Problem geworden. Denn Katzen
sind schon nach wenigen Monaten geschlechtsreif. Eine Katze kann pro
Jahr zwei Mal mindestens je drei Kätzchen werfen, die sich ab etwa
einem halben Jahr weitervermehren. Die Zahl der Nachkommen von nur
einer Katze steigt so nach nur vier Jahren in die Tausende. Wenn sie
nicht kastriert werden, erhöhen sich die Krankheitsrisiken vor allem
der Streuner drastisch. Ironie des Schicksals: Obwohl Katzen in
Österreich die beliebtesten Haustiere sind, vegetieren Tausende ihrer
Artgenossen dahin, hungrig und meist krank.
Die PFOTENHILFE in Lochen ist mit diesem Problem nahezu täglich
konfrontiert. Johanna Stadler, Geschäftsführerin der PFOTENHILFE
Lochen, berichtet: "Vor allem zwischen März und Oktober werden uns
unzählige Katzen gebracht, sehr viele davon sind Streuner und nicht
kastriert. Die Tiere sind meist desorientiert, ausgehungert und
verwurmt. Sie haben häufig Katzenschnupfen und andere Krankheiten."
Leider ist es vor allem auf dem Land immer noch üblich, Katzen nicht
zu kastrieren. Viele Menschen fühlen sich nicht verantwortlich oder
wollen die Kastrationskosten nicht übernehmen. Einige glauben auch,
dass kastrierte Katzen weniger Mäuse fangen. Diese Annahme ist aber
falsch. "Seine Katze nicht zu kastrieren, widerspricht nicht nur dem
Gesetz, sondern ist auch Ursache unnötigen Tierleids", betont Johanna
Stadler.
Informationsbroschüre von VIER PFOTEN, Gesundheitsministerium
und Tierärztekammer
Kastrationen sind der einzig humane und nachhaltige Weg, die
Überpopulation von streunenden Tieren in den Griff zu bekommen. Zur
Information der Bevölkerung hat VIER PFOTEN bereits im Vorjahr
gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit und der
Österreichischen Tierärztekammer eine Broschüre herausgebracht, die
auf die unkontrollierte Vermehrung von Streunerkatzen und die
Notwendigkeit der Geburtenkontrolle aufmerksam machen.
Sowohl VIER PFOTEN als auch die PFOTENHILFE Lochen appellieren an
sämtliche Besitzer von Katzen mit Freilauf, diese kastrieren zu
lassen und auch Bekannte über die Problematik von
Streunerpopulationen zu informieren. "Lassen wir unsere
Streunerkatzen nicht im Stich!", so das Motto der beiden
Organisationen.
Link zur Broschüre:
http://www.ots.at/redirect/streunerkatzen1
Link zum Online-Protest-Tool von VIER PFOTEN:
www.vier-pfoten.at/streunerkatzen
Wer sich über die Arbeit der PFOTENHILFE Lochen genauer
informieren möchte, kann gerne kommenden Samstag, den 6. Oktober
2012, zum Tag der offenen Tür ins Tierheim kommen.
Link zur Homepage der PFOTENHILFE Lochen: www.pfotenhilfe.at
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VPF






