• 02.10.2012, 15:45:24
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Gedenkstätte Mauthausen: Gedenkskulptur für Leopold Figl enthüllt

Wien (OTS) - Anlässlich des 110. Geburtstags des ehemaligen
Bundeskanzlers, Außenministers und Landeshauptmanns Leopold Figl am
2. Oktober 2012 wurde in der Gedenkstätte Mauthausen eine
Gedenkskulptur enthüllt. Rund 1.500 Personen nahmen an der
Veranstaltung teil, darunter auch Innenministerin Mag.a Johanna
Mikl-Leitner.

"Mit der heute enthüllten Skulptur und der wissenschaftlichen
Publikation für Dipl.-Ing. Leopold Figl wollen wir eine
Nachhaltigkeit schaffen, die über Zeit und Ort hinausgeht", sagte
Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner bei der Enthüllung der
Gedenkskulptur für Leopold Figl am 2. Oktober 2012 in der
Gedenkstätte Mauthausen. "Wir gedenken hier der Opfer, die hier ihrer
Würde, ihrer Menschlichkeit beraubt wurden, die gequält und
massenhaft getötet wurden", sagte Mikl-Leitner. "Im größten Leid, das
Menschen widerfahren kann, haben große Persönlichkeiten an unser
freies, demokratisches, vom gegenseitigen Respekt gegenüber politisch
Andersdenkenden getragenes Österreich gedacht und nach der Befreiung
auch aufgebaut und umgesetzt", betonte die Innenministerin.

1.500 Gäste fanden sich in Mauthausen ein, um den Opfern des
Nationalsozialismus zu gedenken - darunter auch Bundespräsident Dr.
Heinz Fischer, Vizekanzler und Außenminister Dr. Michael Spindelegger
und Niederösterreichs Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. Sie alle
lobten die Verdienste von Leopold Figl. "Leopold Figl hat als erster
Bundeskanzler der Ersten Republik ganz wesentlich dazu beigetragen,
dass Österreich den Weg der Demokratie und des wirtschaftlichen
Aufschwungs gegangen ist. Vieles von dem, was uns heute als
selbstverständlich erscheint, musste damals erst hart erkämpft
werden," sagte Vizekanzler Dr. Michal Spindelegger.

"Leopold Figl hat sich aufgelehnt gegen das Hitler-Regime, er hat
unermüdlich für die Freiheit Österreichs gekämpft und dafür verdient
er größten Respekt und Anerkennung, diese wollen wir ihm mit dieser
Skulptur hier zukommen lassen", sagte Mikl-Leitner. Leopold Figl war
zur Zeit des Nationalsozialismus fast sechs Jahre lang in
Konzentrationslagern inhaftiert. Als erster Bundeskanzler der Zweiten
Republik waren ihm stets die staatliche Einheit, der wirtschaftliche
Wiederaufbau und die Unabhängigkeit Österreichs ein großes Anliegen.
Im Jahr 1955 unterschrieb er in seiner Funktion als Außenminister den
Staatsvertrag. Mit seinem Ausruf "Österreich ist frei!" verkündete er
die lang ersehnte Freiheit Österreichs.

Innenministerin Mikl-Leitner dankte dem Präsidenten des
"Ehrenkomitees Leopold Figl", Prof. Wolfgang Bandion, für die
Initiative zur Errichtung der Skulptur, Dr. Helmut Wohnout für die
wissenschaftliche Aufbereitung sowie dem renommierten Bildhauer
Stephan Hilge für die künstlerische Umsetzung des Denkmals und allen,
die sich für die Gedenkstätte Mauthausen engagieren.

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