- 02.10.2012, 15:14:11
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ÖAAB Wien: September-Daten des AMS Wien sind kein Grund zum Jubeln!
Wien muss endlich aktiv werden.
Utl.: Wien muss endlich aktiv werden.=
Wien (OTS) - Heute wurden die Arbeitslosenzahlen für September 2012
veröffentlicht. Die übertriebene Freude, die in Wien angesichts der
Zahlen verbreitet wird, ist für den stellvertretenden Obmann des ÖAAB
Wien, Erol Holawatsch, allerdings nicht nachvollziehbar. "Bei einem
Anstieg von 4,2% in Jubelchöre zu verfallen nur weil man unter dem
Bundesschnitt von 5% liegt, ist sarkastisch. Hier geht es immerhin um
das Schicksal von rund 105.000 Wienerinnen und Wienern, die derzeit
keinen Job haben", ärgert sich Holawatsch.
Abschieben in Schulungen ist keine Lösung.
Die Zahl der in Schulung befindlichen Personen stieg im September um
18,9% auf rund 25.000 Wienerinnen und Wiener an. Zu Bedenken gibt
Holawatsch, dass zunehmend auch höher qualifizierte und ältere
Personen betroffen seien, für diese benötige man rasch adäquate
Schulungsmaßnahmen. "Mit dem obligaten `Wie bewerbe ich mich richtig`
wird hier niemandem geholfen, hier herrscht noch großer
Nachholbedarf.", so Holawatsch. Dies bestätigt auch die Tatsache,
dass der Anstieg im September bei den über 45jährigen 5,8% betrug.
Wien ist wieder einmal Schlusslicht.
Insgesamt sind in Wien derzeit 79.414 Personen mehr ohne Arbeit als
im Vergleichszeitraum 2011. Aktuell liegt Wien bei einer Quote von
9,2% und ist somit Spitzenreiter in Österreich. Dennoch wird das
Arbeitsmarktbudget reduziert und die Wirtschaftsförderung
zusammengestrichen. "Besonders ärgerlich ist die Tatsache, dass das
Wiener Budget für Öffentlichkeitsarbeit dafür erhöht wurde. Ein
Schönreden der tristen Situation hilft den betroffenen Menschen
bestimmt nicht", so der stellvertretende ÖAAB Wien Obmann.
Rasche Lösungen gefordert.
Erfreulich ist einzig der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit um
0,8%, hier beginnen offenbar vermehrte Anstrengungen zu greifen. "Ich
erwarte mir von den Verantwortlichen der Stadt umgehend Maßnahmen, um
dieser alarmierenden Gesamtsituation Einhalt zu gebieten. Wir
brauchen Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft, beispielsweise
einen Bürokratieabbau bei Unternehmensgründungen und Genehmigungen."
Weiters fordert Holawatsch die verstärkte Berücksichtigung von
zukünftigen Wirtschaftsbetrieben bereits in der Flächenwidmung,
sowie qualifizierte und den betroffenen Menschen angepasste
Schulungsmaßnahmen anstelle von Einheitsbrei. "Die Stadt Wien ist
gefordert hier eine Trendwende herbeizuführen, alleine mit Inseraten
und fragwürdigen Jubelmeldungen wird diese nicht zu bewerkstelligen
sein", schließt Holawatsch.
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