Erster Wiener Protestwanderweg

Ein innovatives Stadterkundungsprojekt, das historisches und politisches Lernen verbindet, bereichert ab 4. Oktober 2012 die Bildungslandschaft.

Wien (OTS) - Wer nicht aus dem Haus gehen mag, findet alle Informationen zum Ersten Wiener Protestwanderweg auch im Internet unter www.protestwanderweg.at. Ziel des Projekts ist es jedoch, Jugendliche und die interessierte Öffentlichkeit zu ermutigen, mit offenen Augen durch die Stadt zu gehen und sich diese unter einem neuen Blickwinkel zu Eigen zu machen.

Der Erste Wiener Protestwanderweg führt zu Orten in Wien, die mit den Themen Protest, Widerstand, Solidarität und Zivilcourage in Verbindung gebracht werden können, also zu Orten, die darauf hinweisen, dass viele unserer Rechte irgendwann einmal von jemandem erstritten worden sind.

Tafeln mit mobile tags ermöglichen es den BenutzerInnen, direkt vor Ort Informationen aus dem Internet abzurufen. So wird die gesellschaftliche Bewegung, die den Ort gestaltet hat, in Wort, Bild und Ton lebendig. Die SchülerInnen erleben die Stadt aus einer neuen Perspektive und verbinden historisches und politisches Lernen.

Am 4. Oktober 2012 werden die ersten sechs Stationen des Protestwanderwegs eröffnet und führen zur Geschichte der Gewerkschaft, der Arena, der Rosa Lila Villa, zum ersten Wiener Mädchengymnasium sowie ins Planquadrat und ins WUK. Für Ende des Jahres sind weitere Stationen geplant, u.a. das Parlament und O5 am Stephansplatz.

Der Schriftsteller Martin Auer, der alle Stationen gestaltet und die Tonbeiträge gesprochen hat, meint zu dem Projekt: "Lernen heißt nicht stillsitzen, sondern erkunden, stöbern, erforschen, fragen, zweifeln und hinterfragen, eigene Lösungen finden und ausprobieren. Nur selbst erarbeitetes Wissen bleibt dauerhaft nutzbar."

Der Erste Wiener Protestwanderweg kann alleine oder in der Gruppe erwandert werden. Er ist für die schulische wie außerschulische Bildungsarbeit geeignet und wird durch entsprechende Materialien für die Vor- und Nachbereitung im Unterricht oder in der Jugendgruppe ergänzt. Das Projekt schafft eine Verbindung zwischen historischer und politischer Bildung und ist nicht nur für Fächer wie Geschichte und Politische Bildung geeignet, sondern auch für Lehrausgänge in allen Fächern, welche die Urteils- und Analysefähigkeit und die politische Mündigkeit der SchülerInnen fördern wollen. Auch für Wienwochen ist das Projekt eine Bereicherung.

Patricia Hladschik, Geschäftsführerin von Zentrum polis und Initiatorin des Projekts, liegt der Protestwanderweg besonders am Herzen, weil "wir in unserer praktischen Arbeit die Erfahrung machen, dass Themen wie Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt für Jugendliche besonders wichtig sind. Wir wollen mit dem Projekt nachzeichnen, wie gesellschaftliche Veränderung passiert - und zwar anhand von konkreten Beispielen und mit einem lustvollen Konzept, das die demokratischen Kompetenzen der Jugendlichen stärkt."

Online unter: www.protestwanderweg.at

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www.politik-lernen.at

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