WKÖ-Hochhauser: PPP kann gerade in Sparzeiten wichtige Finanzierungsquelle für Infrastrukturausbau sein

WKÖ-Generalsekretärin unterstreicht bei Forum der Gesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen Bedeutung alternativer Finanzierungsformen für Infrastrukturausbau

Wien (OTS/671) - Die Schaffung eines gut ausgebauten Infrastrukturnetzes sei die Grundlage eines attraktiven Wirtschaftsstandortes und eine Grundvoraussetzung für Wachstum und Erfolg einer exportorientierten Nation wie Österreich, betonte die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Anna Maria Hochhauser, bei der Eröffnung des GSV-Forums (Österreichische Gesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen) zum Thema "Public Private Partnership - Erfolgsmodell oder Finanzierungskrücke für klamme Budgets?", das Dienstagvormittag im Haus der österreichischen Wirtschaft stattgefunden hat. Um notwendige Infrastrukturvorhaben angesichts der Sparzwänge der öffentlichen Hände zu realisieren, müsse verstärkt auf alternative Finanzierungsmöglichkeiten zurückgegriffen werden.

"Wir werden um alternative Finanzierungsformen nicht herum kommen, wenn wir als Standort attraktiv bleiben wollen", so Hochhauser: "Eine Möglichkeit, wenn auch kein Allheilmittel, ist dabei Public Private Partnership - kurz PPP." Da der Nutzen von PPP bei manchen Projekten jedoch nicht immer auf den ersten Blick sichtbar ist - die Transaktionskosten liegen Untersuchungen zufolge bei durchschnittlich 10 Prozent - seien auch Finanzierungsalternativen abseits von PPP notwendig. "Das betrifft die Einbindung von privaten Unternehmen und von institutionellen Investoren ebenso wie Project Bonds oder spezielle Formen der Ausschreibung", so Hochhauser. Es müsse gelingen, alle diese alternativen Finanzierungsinstrumente so zu gestalten, dass sie auch für den privaten Sektor und dabei vor allem auch für die mittelständische Wirtschaft attraktiv sind. Durch Standardisierungen in der PPP-Ausgestaltung könnten beispielsweise die Transaktionskosten reduziert werden und sich alternative Finanzierungen auch für Projekte mit einem geringeren Volumen rentieren.

Hochhauser abschließend: "Vorausgesetzt es besteht der politische Wille hierfür und vorausgesetzt es stimmen die Rahmenbedingungen, kann PPP angesichts immer knapperer öffentlicher Budgets eine wichtige und sinnvolle Finanzierungsquelle für Infrastrukturvorhaben sein, die einen Nutzen für die öffentliche Hand ebenso wie für den privaten Sektor bringen." (SR)

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