green jobs bieten Perspektiven für Umwelt, Wirtschaft und den Arbeitsmarkt

Österreich ist führend bei der Erhebung und Anzahl umweltrelevanter Arbeitsplätze

Wien (OTS) - "Den Wirtschafts- und Jobmotor Umwelt, der in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Arbeitsplätze und Einkommen sichert in Frage zu stellen, halte ich für zynisch. Auf der europäischen Ebene wurde eine einheitliche Definition für green jobs erarbeitet, die Österreich vorbildlich anwendet. Die Expertise von EUROSTAT, der OECD und der Statistik Österreich, die hierbei eingeflossen ist, nun durch eine nicht auf europäischer Ebene akkordierte Umdeutung neu aufzusetzen ist weder zielführend, noch kann sie über die Erfolge des Umweltsektors hinwegtäuschen", reagiert Mag. Florian Beer, Geschäftsführer von green jobs Austria, auf eine heute veröffentlichte Studie durch die Arbeiterkammer Wien.

In Österreich sind derzeit rund 210.000 Personen, den Handel mit Umweltgütern eingerechnet, im green jobs Sektor tätig. Basis für diese Zahlen liefert das Environmental Goods and Services Sector (EGSS) Handbuch, das von Statistik-Experten auf europäischer und nationaler Ebene entwickelt wurde. Die daraus resultierenden Daten für 2008 - 2010 zeigen die wachsende Bedeutung des Umweltwirtschaftssektors. Während sich die Beschäftigung in der österreichischen Gesamtwirtschaft um 0,7% reduzierte, konnten die green jobs um 9,6% zulegen. Der Umsatz der Umweltwirtschaft beträgt mittlerweile rund 34 Mrd. Euro, oder 11,8% des BIP. Mehr als einer von zehn Euro in Österreich wird mit der Umwelt umgesetzt und bereits jeder zwanzigste Arbeitspatz ist ein green job.

"In einer redlichen Diskussion um den Stellenwert umweltrelevanter Beschäftigung müssen wir uns von antiquierten Vorstellungen unserer Arbeitswelt verabschieden. Die Wirtschaft wandelt sich: Längst leisten Architekten bei der Planung von Passivhäusern, HTL-Absolventen bei der Konzeption alternativer Antriebe oder Lehrlinge im Solar- und Windkraft Bereich als Elektrotechniker oder Maschinenschlosser einen Beitrag zum Umweltschutz", argumentiert Florian Beer.

Gerade für Jugendliche bietet der Umweltsektor die Möglichkeit Umwelt- und Klimaschutz mit einer Perspektive für Arbeit und Einkommen zu versehen: "Ich lade die Arbeiterkammer ein, gemeinsam mit green jobs Austria und den Stakeholdern der Umweltbranche einer allfälligen Präkarisierung von Beschäftigungsverhältnissen frühzeitig entgegen zu wirken. Mit negativen Pauschalisierungen, in welchen Umweltwirtschaftssektoren gute oder schlechte Arbeitsplätze zu finden sind, sollte man in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit allerdings umsichtiger umgehen", endet Beer.

Über green jobs Austria:

green jobs Austria, die Plattform für Umwelttechnologie, Qualifikation und Berufe, unterstützt mit ihren Aktivitäten die Umsetzung des vom Lebensministerium entwickelten Masterplan green jobs. Mit der Schwerpunktsetzung auf drei Kernbereiche - green skills, green tech und green jobs - trägt green jobs Austria dazu bei, die Potenziale für das Wachstum von Wirtschaft und Arbeitsplätzen im Einklang mit der Umwelt zu erschließen.

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Mag. Florian Beer
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