• 01.10.2012, 11:10:31
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Wehsely eröffnet neues Hygienezentrum der Stadt Wien

Wehsely eröffnet neues Hygienezentrum der Stadt Wien

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Wien (OTS) - Das öffentliche Gesundheitswesen hat ein neues Zentrum
bekommen: das Hygienezentrum der Stadt Wien löst die über 100 Jahre
alte Desinfektionsanstalt ab. Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja
Wehsely eröffnete heute gemeinsam mit Bezirksvorsteherin Renate
Angerer, Landessanitätsdirektorin für Wien, Karin Spacek,
Magistratsdirektor-Stellvertreter Wolfgang Müller sowie Gerhard
Hirczi, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien, diese
österreichweit einzigartige Einrichtung.

"Das neue Hygienezentrum entspricht den sicherheitstechnischen und
medizinischen Anforderungen unserer Zeit. Die moderne Ausstattung
ermöglicht den MitarbeiterInnen des Gesundheitsdiensts der Stadt Wien
zeitgemäße Infektionsbekämpfung auf hohem Niveau - und das zum Wohle
der WienerInnen", freut sich Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely.

Das Hygienezentrum der Stadt Wien ist für eine Vielzahl von
gesundheitsbehördlichen Aufgaben zuständig, die nun optimal
wahrgenommen werden können. Auf rund 5000 m2 sind die
Einsatzzentrale, Bereitschaftsräume, die Desinfektions- und
Dekontaminationsbereiche, der Fuhrpark, und die Lagerräume
untergebracht. In einem eigenen Bereich befindet sich die
Servicestelle für Entlausungen, bei der viel Wert auf eine
kinderfreundliche Ausstattung gelegt wurde.

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts gewann die gesundheitsbehördliche
Infektionsbekämpfung zunehmend an Bedeutung. Zur Vorsorge und
Eindämmung von Infektionen wurden dazu eigene Desinfektionsanstalten
errichtet. 1908 nahm die Desinfektionsanstalt in Wien den Betrieb
auf. Auch wenn heute viele Infektionserkrankungen von damals ihren
Schrecken verloren haben, ist ein hoher Hygienestandard zur
Vorbeugung von Krankheiten und Seuchen nach wie vor unabdingbar.

Zentrale Aufgaben des Hygienezentrums

Medizinischer Permanenzdienst

Im Rahmen der gesundheitsbehördlichen Aufgaben führen die
Amtsärztinnen und Amtsärzte der Magistratsabteilung 15 (MA 15) unter
anderem Erhebungen nach dem Epidemiegesetz durch und veranlassen
verschiedene Maßnahmen zur Eindämmung von Infektionskrankheiten.
Zusätzlich werden die ÄrztInnen von Behörden zur medizinischen
Beurteilung von Sachlagen (Lärm, sanitärer Übelstand etc.)
hinzugezogen. Diese amtsärztlichen Leistungen werden durch den
Bereitschaftsdienst in der Nacht, an Wochenenden und an Feiertagen
sichergestellt.

Zentrale Totenbeschau

Bei einem Todesfall in der Wohnung ist die zentrale Totenbeschau der
MA 15 zuständig. Die Meldung eines Todesfalles nimmt die
Einsatzzentrale des Hygienezentrums entgegen und veranlasst den
Einsatz des Totenbeschauteams mit der Totenbeschauärztin oder dem
Totenbeschauarzt zu der angegebenen Adresse.

Desinfektionen

Desinfektionen wie etwa Raumdesinfektionen, Fahrzeugdesinfektionen
oder Desinfektionen von Gegenständen werden durch die Einsatzteams
des Hygienezentrums durchgeführt. Sie finden auf behördliche
Anordnung beispielsweise im Rahmen des Epidemie- oder
Tierseuchengesetzes statt, können aber auch privat kostenpflichtig in
Anspruch genommen werden.

Servicestelle für Entlausungen

Das Angebot umfasst eine Beratung sowie bei Lausbefall das Waschen,
Auskämmen und Trocknen der Haare und dauert circa eine Stunde. Eine
Bestätigung über die durchgeführte Entlausung wird nach der
Behandlung ausgestellt. Jährlich besuchen rund 20.000 Personen die
Servicestelle für Entlausungen, rund 4.000 Lausbehandlungen werden
durchgeführt.

Vorhalteleistungen im Krisen- und Katastrophenmanagement der Stadt
Wien

Zusätzlich stellt das Hygienezentrum verschiedene Vorhalteleistungen,
die in Krisen- und Katastrophenfällen aktiviert werden können. Neben
Bereitschaftsräumen für Einsatzorganisationen, einer
Koordinationsstelle mit einer Call Center Funktion stehen auch Kühl-
und Lagerkapazität zur Verfügung. Ein Notstromaggregat gewährleistet
eine Sicherung der Stromversorgung des Hygienezentrums.

Neubau mit umweltfreundlicher Technologie

Das Gebäude wurde von der Wirtschaftsagentur Wien in nur 12 Monaten
Bauzeit errichtet. Das Gebäude des neuen Hygienezentrums ist mit
seiner Gesamtfläche von 5000 m2 als Niedrigenergiehaus konzipiert.
Zur ergänzenden Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung kommt
eine Solaranlage mit Kollektoren zum Einsatz. Bei der gesamten
Beleuchtungsanlage wird auf Wirtschaftlichkeit, hohe Qualität und
lange Lebensdauer geachtet. Eine Photovoltaikanlage mit rund 82 m2
Fläche liefert Energie, die in das interne Niederspannungsnetz
eingespeist wird. Im Routinebetrieb kann so das Hygienezentrum die
benötigte Energie selbst abdecken.

Kontakt zum Hygienezentrum:
Hygienezentrum der Stadt Wien
Rappachgasse 40
1110 Wien
Tel.: 01 4000 87890

Zu dieser Meldung steht Ihnen in Kürze unter
www.wien.gv.at/pressebilder ein Foto zur Verfügung.

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