• 29.09.2012, 15:51:31
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Heinz Fischer: "Stronach ist ein bunter Vogel"

KURIER-Interview: Im Wehrpflicht-Streit hofft der Bundespräsident nicht in den "Wahlkampf" verwickelt zu werden

Utl.: KURIER-Interview: Im Wehrpflicht-Streit hofft der
Bundespräsident nicht in den "Wahlkampf" verwickelt zu werden=

Wien (OTS) - Bundespräsident Heinz Fischer hält Neo-Parteichef Frank
Stronach für einen "bunten Vogel" und einzelne seiner Vorschläge für
durchaus verfolgenswert. "Ich finde seine Idee, Mitarbeiter stärker
am Erfolg zu beteiligen, sehr interessant", sagt Fischer in einem
Interview mit dem KURIER (Sonntag-Ausgabe). "Nicht überzeugt" hat das
Staatsoberhaupt hingegen Stronachs Forderung, jeder Euro-Staat solle
seinen eigenen Euro einführen.

Im Streit um die Wehrpflicht bezieht Fischer klar Position: Der
Bundespräsident glaubt, dass ein Berufsheer deutlich teurer wäre.
"Auch in einem Berufsheer wird es notwendig sein, dass für Soldaten
gekocht wird, dass Uniformen gebügelt werden und dass es Lkw- und
Jeepfahrer gibt", sagt Fischer. Natürlich könne man für diese
Aufgaben Köche, Reinigungsfirmen oder Fahrer engagieren. "Aber wenn
wir jetzt dafür kein Geld im System der Wehrpflicht haben, woher soll
es dann in einem Berufsheer kommen?" Fischer warnt Parteien oder
Bewegungen davor, ihn im Zuge der Volksbefragung in die
Auseinandersetzung zu verwickeln. "Ich möchte im
Wehrpflicht-Wahlkampft nicht auf einem Plakat aufscheinen und mich
instrumentalisieren lassen."

In Sachen Gesamtschule gibt es Lob für die Landeshauptleute Günther
Platter und Gabi Burgstaller. Beide würden bei der gemeinsamen Schule
der 10- bis 14-Jährigen "neue Ideen sichtbar machen".

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