"profil": Ex-Hypo-Chef Tilo Berlin kassierte zwischen 2007 und 2009 insgesamt 3,02 Millionen Euro Gehalt

Trotz schwerer Verluste allein 680.000 Euro an Prämien - Gutachter Fritz Kleiner spricht von "Überzahlung"

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, kassierte der frühere Vorstandschef der Hypo Alpe-Adria International Bank AG Tilo Berlin für gerade einmal 23 Monate Arbeit insgesamt 3,02 Millionen Euro Gehalt inklusive Prämien brutto. Dies geht aus dem von der Bank in Auftrag gegebenen Gutachten des Sachverständigen Fritz Kleiner hervor. Die Bank schrieb ab 2007 fortgesetzt rote Zahlen; trotzdem ließ sich Berlin zwischen 2007 und 2009 Bonifikationen in der Höhe von insgesamt 680.144 Euro brutto auszahlen - dies, obwohl die Hypo Ende 2008 Staatshilfe gezogen hatte und jedenfalls ab da keine Prämien mehr hätte gewähren dürfen. Laut Kleiner soll die Hypo eine "Überzahlung" in der Höhe von 460.236 Euro geleistet haben.

Berlin wollte die Summen gegenüber "profil" nicht kommentieren:
"Das Kleiner-Gutachten ist uns nicht bekannt. Insofern können und wollen wir dazu keine Stellung nehmen. Einzelheiten der angesprochenen Aspekte sind jedoch so falsch und offensichtlich nachlässig aufgearbeitet, dass die Frage nach der Qualität der Arbeit der Verfasser zu stellen wäre."

Die Hypo Alpe-Adria hält demgegenüber auf "profil"-Anfrage fest:
"Die Bank bestätigt, dass die angeführten Zahlungen dem Grunde und der Größenordnung nach, korrekt dargestellt sind."

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