"Baupolizei Neu": Fit für die Zukunft durch weitere Steigerung der Effizienz

Umfassende Reform; Start der neuen Struktur der MA 37 mit 1. Oktober 2012

Wien (OTS) - Die MA 37-Baupolizei zeichnet durch die Bewilligung
von Bauvorhaben und die Überwachung von Bauwerken und Baustellen für geordnete Bautätigkeiten der Stadt im Sinne der Sicherheit der WienerInnen verantwortlich. Derzeit sind die Bezirksstellen der MA 37-Baupolizei für alle Bewilligungs- und Auftragsverfahren zuständig - unabhängig von der Art und dem Umfang des Bauvorhabens. Auf Initiative von Wohnbaustadtrat Michael Ludwig wurde die MA 37-Baupolizei umfassend reorganisiert. Stadtrat Ludwig und der Leiter der Baupolizei, Gerhard Cech, stellten heute, Freitag, die neue Struktur der Wiener Baubehörde vor. Die Reform der MA 37 tritt mit Anfang Oktober des heurigen Jahres in Kraft. ****
"Einer der zentralen Punkte der Reform ist eine neu geschaffene Bauinspektion, die für die Baustellenkontrollen zuständig ist. Durch diese neue ,task force' soll die Schlagkraft der Baupolizei bei der Überprüfung von Bauführungen weiter erhöht werden", hielt Wohnbaustadtrat Michael Ludwig nachdrücklich fest. Der Wiener Wohnbaustadtrat erklärte weiter: "Mit der Schaffung von fachlich spezialisierten Kompetenzstellen wird eine raschere und effizientere Abwicklung von Bauverfahren sowie eine Steigerung der Rechtssicherheit bei Fachauskünften und Entscheidungen gewährleistet. Davon profitieren sowohl die Wirtschaft als auch die Kundinnen und Kunden der Baupolizei. Mit dieser neuen Struktur tragen wir auch der zunehmenden Komplexität von technischen Fragestellungen Rechnung."

Bündelung von Kompetenzen

Bisher waren 13 Bezirksstellen in vier Gebietsgruppen zusammengefasst. Diese werden nun in drei Gebietsgruppen neu organisiert. "Alle Gebietsgruppen sind etwa gleich groß. Die Bezirke 13 bis 19 bilden die Gruppe West. Damit sind erstmals alle Bezirke des Schutzgebietes des Wald- und Wiesengürtel des Wienerwaldes und den damit verbunden Herausforderungen zusammengefasst", erklärte Gerhard Cech, Leiter der Baupolizei.
Ansatt der Bezirksstellen gibt es nach inhaltlichen Kriterien neu geschaffene Fachdezernate, deren Aufgabenbereiche sich folgendermaßen aufteilen:

  • Kleinvolumige Bauvorhaben: Einfamilienhäuser und vergleichbare kleinteilige Strukturen, Bauten im Grünland oder in alten Ortskernen, bei denen Fragen der Gebäudeabwicklung bzw. in Schutzgebieten eine Abstimmung mit der Naturschutzbehörde wichtig sind.
  • Großvolumige Bauvorhaben: Wohnhausanlagen; Einkaufszentren, Bürobauten oder Industrieanlagen, bei denen in vielen Fällen eine enge Kooperation mit der Gewerbebehörde erforderlich ist.
  • Stadterneuerung: Bauvorhaben im Gebäudebestand und Dachgeschoßausbauten. Eine genauere Betrachtung der Statik ist hier von besonderem Stellenwert. Der Übereinstimmung mit dem eventuell gegenüber dem Bestand geänderten Bebauungsplan kommt spezielle Bedeutung zu. Aufgrund der Komplexität der Verfahren werden hier zwei Dezernate pro Gebietsgruppe geschaffen.
  • Bauinspektion und Kleingärten: Unterteilung in Referate Baubestand, Bauüberwachung, Kleingärten und Gehsteige. "Mit der Schaffung dieser Einheiten geht eine Spezialisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf das jeweilige Fachgebiet einher. Das führt zu einer Bündelung der Kompetenzen und steigert das Wirkungsvermögen der Baupolizei deutlich", so Stadtrat Michael Ludwig und Gerhard Cech, Leiter der Baupolizei, unisono.

Verstärkte Kontrollen durch neu geschaffene Bauinspektion

Die Schaffung eines eigenen Dezernates Bauinspektion ist ein Kernpunkt der Reform. Damit soll die Rolle der MA 37 im Rahmen der Bauüberwachung aufgewertet werden. "Durch die Teileinstürze von Gebäuden im Zuge von Bauarbeiten im Sommer 2010 hat sich gezeigt, dass Schwerpunktkontrollen unerlässlich sind. Mit der erfolgreichen ,Aktion scharf' wurden diese Schwerpunktkontrollen in die Wege geleitet und finden nun auch in der Organisation der MA 37 Niederschlag", erläuterte Wiens Wohnbaustadtrat. Seit der Einführung der verstärkten Baustellenkontrollen Mitte August 2010 wurden rund 13.000 Baustellen überprüft. Die Zahl der Baueinstellungen konnte durch diese konsequente Maßnahme auf rd. 2 Prozent deutlich gesenkt werden, in den ersten Wochen wurden noch rund sechs Prozent aller Baustellen - zumindest temporär - eingestellt.
Die Abwicklung der Baueinstellungs- und Bauauftragsverfahren wird standardisiert, die Koordination von Baustellenüberprüfungen erleichtert. Schwerpunkte können etwa Bauführungen an Gründerzeithäusern, Dachgeschoßausbauten oder Baustellenkontrollen von auffällig gewordenen bauausführenden Firmen oder PrüfingenieurInnen bilden. Die Referate der Bauinspektion können für abgestimmte Kontrollen auch zusammengezogen werden. Damit ist eine deutliche Steigerung der Zahl der überprüften Fälle als auch der Tiefe der Prüfung zu erwarten.

Neustart mit neuem Logo

Die strukturelle Reform macht die MA 37 auch durch ein neues Logo nach außen hin sichtbar. Der Begriff "Baupolizei" wird wieder in den Mittelpunkt gerückt, um den Stellenwert der Kontrollfunktion zu unterstreichen. Der integrierte Slogan "Sicher Bauen" hebt hervor, dass die Tätigkeit der MA 37 einen maßgeblichen Beitrag zum sicheren Bauen im Sinne der Wiener Bevölkerung leistet. Darüber hinaus wird mit der Baubewilligung ein Bauen mit Rechtssicherheit gegenüber KundInnen und AnrainerInnen ermöglicht.

Kontakt zu den Gebietsgruppen der Baupolizei - Gebietsgruppe Ost für die Bezirke 1, 2, 8, 9, 20, 21, 22 1200, Dresdner Straße 82 Tel.: 01/4000-37300 - Gebietsgruppe Süd für die Bezirke 3, 4, 5, 6, 7, 10, 11, 23 1100, Favoritenstraße 211 Tel.: 01/4000-37500 - Gebietsgruppe West für die Bezirke 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19 1160, Spetterbrücke 4 Tel.: 01/4000-37700 (Schluss) kau

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