• 28.09.2012, 10:39:43
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NÖGKK: Kinder- und Jugendgesundheit im Fokus

NÖ Gebietskrankenkasse lud zur 15. Wissenschaftlichen Tagung der Österreichischen Public Health Gesellschaft nach St. Pölten

Utl.: NÖ Gebietskrankenkasse lud zur 15. Wissenschaftlichen Tagung
der Österreichischen Public Health Gesellschaft nach St.
Pölten=

St. Pölten (OTS) - "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr"
- diese Erkenntnis gilt auch im Gesundheitswesen: Bereits im Kindes-
und Jugendalter bilden sich wesentliche gesundheitsrelevante
Verhaltensweisen heraus, die uns als Erwachsene prägen. Viele
Gesundheitsstörungen in jungen Jahren werden zu Risikofaktoren für
schwere Erkrankungen im späteren Leben.

Die NÖ Gebietskrankenkasse (NÖGKK) lud am 27. und 28. September 2012
in das Cityhotel Design und Classic in St. Pölten, um das Thema
Kinder- und Jugendgesundheit aus Public Health Perspektive zu
beleuchten. Eröffnet wurde die Tagung von Gesundheitsminister Alois
Stöger, Gesundheitslandesrätin Mag. Karin Scheele,
NÖGKK-Obmann-Stellvertreter Michael Pap und Bernhard Güntert,
Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Public Health.

Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland tauschten in den
beiden Tagen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus und
diskutierten über epidemiologische Grundlagen, psychosoziale
Gesundheit, Lebensstile und Lebenswelten der Jugend. Handlungsbedarf
besteht allemal - aktuelle Studien stellen Österreichs Jugendlichen
kein gutes Gesundheitszeugnis aus: Nur jedes fünfte Kind bewegt sich
eine Stunde am Tag, durchschnittlich verbringen Jugendliche 5 Stunden
an Schultagen und 7 Stunden an schulfreien Tagen vor dem Fernseher
oder Computer. Jedes vierte Kind ist übergewichtig, jedes zehnte
sogar gefährlich fettleibig. Auch in punkto Alkohol und Drogen sind
die Fakten erschreckend: 15 Prozent der 14-Jährigen hat schon
mehrmals einen "richtigen Rausch" gehabt. Jedes dritte Mädchen und
jeder vierte Bursche raucht bereits mit 15 Jahren regelmäßig; ein
Fünftel der 15- bis 17-Jährigen hat zumindest einmal Cannabis
konsumiert.

Allgemeiner Tenor der Public Health Tagung: So vielschichtig und
vernetzt die Ursachen der Gesundheitsprobleme sind, so komplex sind
auch die Maßnahmen zur Verbesserung. Vom Gesundheitswesen über das
Schulsystem, von der Gemeinde- bis zur Bundespolitik, von der Werbe-
bis zur Lebensmittelindustrie - nahezu alle Lebensbereiche tragen
Verantwortung für die Gesundheitsförderung der Kinder und
Jugendlichen.

NÖGKK-Obmann-Stellvertreter Michael Pap: "Die NÖ Gebietskrankenkasse
fährt schon seit Jahren ein dichtes Programm zur Verbesserung der
Prävention und Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche.
Allein die Meilensteine der letzten Zeit zeigen das: Punkto
Versorgung sind wir Vorreiter in der Kinder- und Jugendpsychiatrie,
wir haben spezielle Angebote für Kinderpsychotherapie sowie
Verbesserungen bei der Kinderrehabilitation, beim Kinderimpfprogramm,
sowie beim Mutter-Kind-Pass. In unserer kürzlich präsentierten
5-Jahres-Strategie "Prävention" liegt unser Fokus auf frühkindlicher
Ernährung, auf Bewegungs- und Ernährungsprogrammen, auf der
Zahnprophylaxe in Schulen sowie auf unseren bewährten
Kinderbewegungstagen."

Minister Alois Stöger: "Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
liegt mir besonders am Herzen. Aus diesem Grund habe ich den
Kindergesundheitsdialog gestartet und gemeinsam mit namhaften
Expertinnen und Experten eine Kindergesundheitsstrategie entwickelt.
Wir müssen uns in der Gesundheit ganz besonders um die Jüngsten
kümmern, auch weil sie oft keine Lobby haben. Als eine erste Maßnahme
der Kindergesundheitsstrategie ist es mir heuer gelungen, die
Meningokokken- und Pneumokokkenimpfungen in das
Gratis-Kinderimpfkonzept aufzunehmen."

Landesrätin Mag. Karin Scheele: "Die Zeit der Kindheit legt in
vielerlei Hinsicht die Grundlage für die weiteren Lebenschancen, auch
in gesundheitlicher Sicht. Die Entwicklung unserer Kinder muss daher
einen prioritären Stellenwert in der Gesellschaft und in unseren
gesundheitspolitischen Zielsetzungen einnehmen. Gesundheitsförderung
und Gesundheitsplanung benötigen auf jeden Fall einen
Orientierungsrahmen, dem die Kenntnis der relevanten Daten und Fakten
zugrunde liegen muss. Aus diesem Grund habe ich die Erstellung des
ersten Niederösterreichischen Kinder- und Jugendgesundheitsberichts
veranlasst. Das Endergebnis wird mit Anfang des nächsten Jahres
erwartet und stellt den Anspruch einer erstmaligen Bestandsaufnahme
des Gesundheitszustandes unserer Kinder und Jugendlichen. Damit hoffe
ich - in gewohnt guter Zusammenarbeit mit der NÖGKK - auf eine
weitere Verbesserung sowohl der allgemeinen Gesundheitsversorgung als
auch der Effektivität unserer Präventionsangebote in
Niederösterreich."

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