Kundenfreundliche Öffnung für Wiener Apotheken möglich

Jetzt offiziell: Apotheken können auch am Samstagnachmittag offen halten

Wien (OTS) - Wer am Samstagnachmittag Arzneimittel und pharmazeutische Beratung benötigt, steht in aller Regel vor verschlossenen Apothekentüren. Die Wiener Apotheken sperren um 12 Uhr Mittag. Der Unabhängige Verwaltungssenat (UVS) hat nun entschieden, dass Wiener Apotheken innerhalb der wöchentlichen Höchstbetriebszeit individuell offenhalten dürfen, auch an Samstagnachmittagen.

Egal ob eine Apotheke in Wien ihre Öffnungszeiten an die Ordinationszeiten der umliegenden Ärzte anpassen will oder am Samstagnachmittag für die Kunden da sein möchte, beides ist ab sofort möglich. Der UVS stellt in einem aktuellen Entscheid klar, dass die Betriebszeitenverordnung des Magistrats lediglich darüber bestimmt, zu welchen Zeiten auf jeden Fall offen zu halten ist. Sie besagt aber nicht, "dass eine Apotheke zu einem gewissen Zeitpunkt nicht geöffnet halten darf, soweit sich die Öffnungszeit innerhalb der maximalen wöchentlichen Betriebszeit befindet", heißt es da wörtlich.

Der Bescheid des UVS wurde von einer Apotheke in der Wiener Innenstadt erkämpft, der der Magistrat der Stadt Wien sogar die Konzession entziehen wollte, weil sie für ihre Kunden an Samstagnachmittagen offen hatte.

"Mit dem UVS-Entscheid wurden alle Angriffe auf meine Mandanten abgewehrt. Wenn eine Apotheke am Samstagnachmittag offenhalten will oder unter der Woche nach 18 Uhr, dann ist das ab jetzt ganz offiziell möglich", sagt Apothekenrechts-Experte Dr. Peter Krüger. Krüger: "Die Wiener Apotheken-Betriebszeiten sind Mindestöffnungszeiten."

"Ich bin sehr erleichtert und freue mich, dass wir unsere Öffnungszeiten am Bedarf unserer Kunden orientieren dürfen", sagt die Sprecherin der Apotheke, Mag. pharm. Sigrid Derflinger.

Großer Bedarf am Samstagnachmittag

Die Innenstadt-Apotheke ist bei ihren Stammkunden sehr beliebt und auch für viele Wienbesucher die erste Anlaufstelle in Gesundheitsfragen. Der Bedarf an Arzneimitteln und kompetenter Beratung ist dementsprechend hoch: Über 20.000 mal jährlich wurde die Apotheke an Samstagnachmittagen benötigt, bevor dies der Magistrat mit einer Anordnung unterbunden hat. Mittlerweile haben 4.000 Stammkunden der Apotheke die dringende Forderung nach einem offenen Samstagnachmittag unterzeichnet.

Derflinger: "Unsere Kunden waren verärgert, weil alle Geschäfte rundum am Samstagnachmittag offen haben und nur die Apotheke mittags zusperrt."

Individuelle Apothekenöffnungszeiten bringen aber nicht nur Vorteile für die Kunden. Sie entlasten auch die Krankenkassen, wenn die Patienten die offenen Zeiten nutzen, um verstärkt Privatvorsorge zu betreiben. Außerdem schaffen sie zusätzliche Arbeitsplätze in den Apotheken. Vor allem Mütter können familiär bedingt an Samstagnachmittagen oft leichter einer Beschäftigung nachgehen.

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