- 27.09.2012, 10:02:36
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Ephesos - Karlheinz Töchterle: Großes Theater durch österreichisches Know-how wieder bespielbar
ÖAI maßgeblich an Restaurierung beteiligt - Konzert morgen Abend - offizielle Eröffnung im Mai 2013 - weitere Stärkung der wissenschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit beider Länder
Utl.: ÖAI maßgeblich an Restaurierung beteiligt - Konzert morgen
Abend - offizielle Eröffnung im Mai 2013 - weitere Stärkung
der wissenschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit beider
Länder=
Wien (OTS) - Das Große Theater in Ephesos öffnet nach 17 Jahren
Restaurierungsarbeiten wieder seine Pforten: Morgen Abend findet ein
Konzert statt, im Mai 2013 erfolgt die offizielle Eröffnung.
"Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Österreichischen
Archäologischen Institutes haben durch ihre engagierte Arbeit einen
wesentlichen Beitrag geleistet und maßgeblich zur Restaurierung
beigetragen - das Große Theater in Ephesos wird durch
österreichisches Know-how wieder bespielbar", so Wissenschafts- und
Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle, der sich vergangenen Juni
gemeinsam mit Bundespräsident Dr. Heinz Fischer und einer
hochrangigen Delegation vor Ort von den Arbeiten unter der
Grabungsleitung von Dr. Sabine Ladstätter ein Bild machen konnte. Er
sieht in der Eröffnung auch "ein sichtbares Zeichen für die weitere
Stärkung der wissenschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit beider
Länder".
"Das Theater erhält damit seine ursprüngliche Funktion - als
Aufführungsort von Theaterstücken und gesellschaftlicher Treffpunkt -
zurück", meint Sabine Ladstätter, Direktorin des Österreichischen
Archäologischen Institutes (ÖAI) und Grabungsleiterin in Ephesos.
"Nur durch eine enge Zusammenarbeit österreichischer und türkischer
Behörden sowie durch die Beiträge unserer privaten Sponsoren, aber
vor allem durch ein hochmotiviertes und engagiertes Team, ist es
gelungen, das Theater von Ephesos, das zu den größten der Antike
gehört, zu revitalisieren. Die restauratorischen Eingriffe
beschränkten sich auf das Notwendigste, von Rekonstruktionen wurde
Abstand genommen. Der Besucher der Veranstaltungen soll das
authentische Ambiente einer Ruinenstätte spüren und nicht den
Eindruck einer künstlich geschaffenen Kulisse haben."
Organisiert wird das morgige Konzert der Berliner Philharmoniker vom
Izmir-Festival, eröffnet wird es vom türkischen Kulturminister
Ertugrul Günay. Österreich finanziert mit rund 630.000 Euro die
Restaurierung der antiken Substanz als Teil des wissenschaftlichen
Grabungsprogramms, die Gesellschaft der Freunde von Ephesos trug die
Kosten für die statischen Berechnungen, die eine Wiedereröffnung erst
möglich machten. Sämtliche finanziellen Aufwendungen für die Adaption
des Bauwerkes für eine moderne Nutzung werden von der türkischen
Regierung und türkischen Sponsoren getragen.
Die archäologische Forschung in Österreich ist bereits seit 1895 eng
mit der Ausgrabung Ephesos verbunden. Jährlich nehmen mehr als 200
Fachleute und Spezialisten aus mehreren Ländern an der
interdisziplinären Grabung teil. Ephesos wurde zu einem
Besuchermagneten: Im Vorjahr besuchten erstmals mehr als zwei
Millionen Menschen die antike Stadt. Österreich hat in den
vergangenen zehn Jahren rund 11,5 Millionen Euro in die
Forschungsaktivitäten in Ephesos investiert, davon rund sechs
Millionen Euro für die Schutzüberdachung des Hanghauses 2. Weiters
fließen private Mittel, u.a. von der "Ephesos Foundation", dem Verein
"Gesellschaft der Freunde von Ephesos" und den beiden Stiftungen
"American Society of Ephesus" und "Kaplan Foundation".
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