• 26.09.2012, 12:33:28
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Astner/Etzenberger: SPÖ-Bauern fordern gerechtere Verteilung der Agrarförderungen

Einheitswertregelung muss fair und sozial gerecht sein - "In Zukunft sollen nur noch jene gefördert werden, die auch einen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaften"

Utl.: Einheitswertregelung muss fair und sozial gerecht sein - "In
Zukunft sollen nur noch jene gefördert werden, die auch einen
landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaften"=

Wien (OTS/SK) - Für die SPÖ-Bauern steht fest, dass die derzeitigen
Regelungen für Agrarförderungen kleine landwirtschaftliche Betriebe
stark benachteiligen. Mehr Verteilungsgerechtigkeit und Transparenz
für das EU-Programm 2014 bis 2020 lauten daher die Forderungen der
SPÖ-Bauern, die von Bundesvorsitzendem Josef Etzenberger und
Bundesgeschäftsführer Siegmund Astner heute, Mittwoch, in einer
gemeinsamen Pressekonferenz vorgestellt wurden. Konkret fordern die
sozialdemokratischen Bauern, dass Österreich 2014 vom derzeitigen
"Historischen Modell", laut Etzenberger und Astner "einem der
ungerechtesten Modelle" überhaupt, auf das transparentere, fairere
und zukunftsfähige "Regionalmodell" mit einheitlicher Hektarprämie
umsteigt. Weiters fordern die SPÖ-Bauern ein Aus für Agrarförderungen
für vermögende, nicht landwirtschaftliche Betriebe wie Red Bull,
Porsche und die Piech AG. "In Zukunft sollen nur noch jene Betriebe
Förderungen erhalten, die auch tatsächlich einen landwirtschaftlichen
Betrieb bewirtschaften", brachte es Astner auf den Punkt. ****

Für Josef Etzenberger sind die Agrarförderungen in Österreich in den
vergangenen Jahren "völlig aus dem Ruder gelaufen". "Ursache ist die
Tatsache, dass alle Fördergelder aufgrund von Hektar und Stückzahlen
aufgeteilt werden. Dieses zum EU-Beitritt festgelegte
'Verteilungsmodell' hat sich in den letzten Jahren noch weiter zu
Ungunsten der kleinen und mittleren Betriebe verstärkt", kritisierte
Etzenberger. Die SPÖ-Bauern fordern daher ein klares Bekenntnis zu
bäuerlichen Familienbetrieben und eine Obergrenze bei Direktzahlungen
und keine weiteren Förderungen an Betriebe wie Red Bull und Co.

Betreffend die Vollpauschalierung in der Landwirtschaft, fordern die
SPÖ-Bauern eine Herabsetzung der Obergrenze von derzeit 100.000 Euro
sowie eine Reform der Teilpauschalierung und werden auch einen
diesbezüglichen Antrag auf dem SPÖ-Bundesparteitag einbringen. "Wir
bekennten uns klar zu einer fairen, sozial gerechten Feststellung der
Einheitswerte", betonte Astner und zeigt sich hier zuversichtlich, da
Bundeskanzler Werner Faymann bereits mehrfach einen klares Bekenntnis
zur Förderung des ländlichen Raums abgegeben habe und bereits
zugesagt habe, dass es zu keinen Nachteilen für die kleineren
Bergbauern kommen dürfe.

Erfreut zeigen sich die SPÖ-Bauern darüber, dass
Landwirtschaftsminister Berlakovich - wenn auch spät - betreffend E10
den notwendigen Schlussstrich gezogen hat. Denn für die
Sozialdemokratie und die SPÖ-Bauern sei hier immer klar
festgestanden, dass "Lebensmittel nicht in den Tank" gehören.
(Schluss) sv/up

Service: Weitere Informationen und die Positionen der SPÖ-Bauern
finden sich online unter
http://www.spoe-bauern.at/online/page.php?P=101446

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