- 25.09.2012, 10:08:14
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10. ÖAMTC-Symposium "Reifen und Fahrwerk" unter dem Motto "Revolution & Evolution"
Von der Idee zur Realität - von der Realität zur Serie
Utl.: Von der Idee zur Realität - von der Realität zur Serie=
Wien (OTS) - Unter dem Motto "Revolution & Evolution: Von der Idee
zur Realität - von der Realität zur Serie" findet heute, Dienstag, im
Kuppelsaal der Technischen Universität Wien das 10. ÖAMTC-Symposium
"Reifen und Fahrwerk" statt. "Im Bereich der Mobilität werden immer
wieder neue Ideen zur Lösung anstehender Probleme gefordert. Von der
Idee bis zur endgültigen, serienmäßigen Umsetzung ist es aber ein
langer und steiniger Weg", erklärt ÖAMTC-Symposiumsleiter Friedrich
Eppel. Die Vorträge im Rahmen des Symposiums sollen aufzeigen, wie
komplex die Prozesse sind, die zwischen einem Einfall und seiner
endgültigen technischen Umsetzung stehen. Die einzelnen Beiträge
spannen einen Bogen von den Reifen über die Fahrbahn bis hin zu
Fahrerassistenzsystemen, insbesondere Notbremsassistenten.
Die Veranstaltung wird vom ÖAMTC in Zusammenarbeit mit der
Semperit Reifen Ges.m.b.H. und dem Institut für Fahrzeugantriebe und
Automobiltechnik (IFA) der Technischen Universität Wien veranstaltet.
Institutsvorstand Bernhard Geringer und ÖAMTC-Präsident Werner Kraus
(per Videobotschaft) begrüßen nationale und internationale Referenten
aus Wirtschaft und Forschung.
Von der Idee zur Serienreife - ein langer Weg ohne
Erfolgsgarantie
Eröffnet wird die Vortragsreihe durch Burkhard Wies (Continental
Reifen Deutschland GmbH). Anhand von erfolgreichen und gescheiterten
Beispielen aus der Praxis stellt der Referent die wichtigsten
Erfolgsfaktoren für technische Innovationen vor und gibt damit
gleichzeitig einen Überblick über das Gesamtthema des
ÖAMTC-Symposiums. "Eine Technologieinnovation muss grundsätzlich
einen Mehrwert haben, der für Kunden eindeutig nachvollziehbar ist",
stellt Wies klar. "Doch damit nicht genug: Innovationen müssen auch
serienmäßig umsetzbar und vom finanziellen Standpunkt her
wettbewerbsfähig sein, um eine Chance auf nachhaltigen Erfolg zu
haben."
Bernd Löwenhaupt (Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH) spricht
danach über die nächsten Schritte in der Reifenentwicklung.
Anschließend heißt es beim Vortrag von Gert Meylemans (Bridgestone
Europe NV/SA) "A unique tire for a unique journey". Der Referent
stellt beim ÖAMTC-Symposium die Bedürfnisse von Autofahrern und
Gesellschaft in den Blickpunkt aktueller und zukünftiger
Entwicklungen und thematisiert aktuelle Technologien zu
Nachhaltigkeit, Individualisierung, Ressourcenschonung und
Umweltentlastung.
Der Vortrag von Christoph Vondenhoff (Michelin Reifenwerke AG &
Co. KGaA) dreht sich um das kurz vor der Einführung stehende
Reifenlabel. Unter dem Motto "Nichts ist stärker als eine Idee, deren
Zeit gekommen ist" zeigt Vondenhoff auf, wie ein Mehr an Energie- und
Ressourceneffizienz ohne zusätzliche Produktreglementierung erreicht
werden kann. "Das Reifenlabel ist ein Sinnbild für den mündigen
Verbraucher. Es macht nachhaltige Mobilität zu einem 'Thema für
jedermann'", ist Vondenhoff überzeugt.
Nicht der Reifen selbst, sondern die Verbindung zu seinem engsten
"Partner", zur Fahrbahn, steht anschließend bei Peter Maurer (AIT
Austrian Institute of Technology) im Zentrum. Er geht auf die
Entwicklung der Griffigkeitsmessungen am Beispiel des Systems
"RoadSTAR" ein. "Dieses Messsystem lässt eine genaue Beurteilung der
Rutsch- und Schleudergefahr auf einer Fahrbahnoberfläche zu. Die so
gewonnen Erkenntnisse bilden die Basis für Sanierungs- und
Verkehrssicherheitskonzepte", erklärt Maurer beim ÖAMTC-Symposium.
Aktuelle und künftige Herausforderungen in der Entwicklung von
Fahrerassistenzsystemen
Ganz der aktiven und passiven Verkehrssicherheit widmen sich die
abschließenden Vorträge des ÖAMTC-Symposiums. "Mit dem Verkehr wächst
auch das Bedürfnis der Menschen nach Sicherheit in allen
Fahrzeugklassen", so Bernd Hartmann (Continental Division Chassis &
Safety). "Der Anspruch muss sein, Sicherheit nachhaltig und für alle
bezahlbar zu machen."
Über die Herausforderungen in der weiteren Entwicklungsarbeit von
Notbremsassistenzsystemen spricht Michael Meyer (Robert Bosch GmbH).
Die Technik der Systeme ist mittlerweile sehr weit fortgeschritten,
teilweise sind sie bereits serienmäßig verfügbar. "Steigende
Bekanntheit und wachsende Akzeptanz bei den Autofahrern helfen, die
Notbremsassistenten weiter zu optimieren. Beispielsweise können die
Systeme damit künftig noch besser auf komplexe Verkehrssituationen
und unterschiedliche Fahrprofile eingestellt werden", ist Meyer
überzeugt.
Auch Stefan Eitzinger (MAGNA STEYR Fahrzeugtechnik AG & Co KG) ist
der Ansicht, dass autonome Notbremsassistenten einen wichtigen
Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten. "In Zukunft werden diese
Systeme in allen Fahrzeugsegmenten verstärkt Einzug halten",
prognostiziert Eitzinger beim ÖAMTC-Symposium. In seinem Vortrag
beschreibt er eine von MAGNA STEYR entwickelte Absicherungsmethodik
für autonome Notbremsassistenten.
Die Vorträge werden unter www.oeamtc.at abrufbar sein. Alle
Reifentests des ÖAMTC findet man unter www.oeamtc.at/tests.
Aviso an die Redaktionen:
Fotos von der Veranstaltung sind ab Mittwoch unter
www.oeamtc.at/presse abrufbar.
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