- 24.09.2012, 09:16:04
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Kärntner Tageszeitung - Kommentar "Ins offene Messer" (von Claudia Grabner)
Klagenfurt, 24. September 2012
Utl.: Klagenfurt, 24. September 2012=
Klagenfurt (OTS) - Gegner? Unnötig! Sie sind sich selbst der größte
Feind. Seit Jahren spielen sich Rot-Schwarz eigenmächtig an die Wand
- ermöglichen einem Herrn Strache die Erstarkung. Deshalb geben
Politstrategen der FPÖ ja auch den Rat mit auf den Weg, "sich aus
allem schön rauszuhalten" - weil es SPÖ und ÖVP "schon richten
werden"... Tatsächlich sind die beiden Koalitionäre dieser Tage flott
dabei, ihre Demontage verlässlich voranzutreiben. Die Entwicklungen
rund um den U-Ausschuss sind dazu angetan, das Volk das Grausen zu
lehren. Allerdings: Dieses eine Mal sollte sich Straches FPÖ nicht
allzu viel erwarten. Das Grausen des Volkes gilt kollektiv allen
Parteien: Jene, die sich nicht im U-Ausschuss mit
Unschuldsvermutungen bekleckern, tun es nämlich anderswo. Etwa in
Kärnten. Da sind drei von vier FPK-Regierungsmitglieder im Visier der
Korruptionsbehörde. Abgesehen davon, das der einstige FPK-Chef schon
die Reißleine gezogen hat. Womit die Frage freilich eine viel
unangenehmere wird: Warum laufen SPÖ und ÖVP im U-Ausschuss ins
offene Messer?
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