- 23.09.2012, 13:48:57
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WIENWOCHE weist künstliche Aufregung um Phettberg zurück
Forderung: Parteifest-Mittel an unabhängige Kunst- und Kulturprojekte abtreten.
Utl.: Forderung: Parteifest-Mittel an unabhängige Kunst- und
Kulturprojekte abtreten.=
Wien (OTS) - So voraussehbar wie unoriginell versucht die Wiener ÖVP
mit Hilfe des Boulevards das WIENWOCHE-Projekt "Garten der Lüste" mit
niederträchtigen und unhaltbaren Vorwürfen parteipolitisch zu
instrumentalisieren.
Noch nach Jahrzehnten echauffieren sich manche
Kulturpolitiker_innen über die Kunst von Hermes Phettberg. Mindestens
so lange kämpft die Rosa Lila Villa um politische Rechte sowie das
Recht auf selbstbestimmte Lust und Identität. Hermes Phettberg ist
nicht - wie fälschlich dargestellt - entmündigt. Er ist ausgenommen
in finanziellen Angelegenheiten voll geschäftsfähig und in der Lage,
über seine Kunst wie über seine Sexualität selbst zu bestimmen.
Es ist nachvollziehbar, dass die ÖVP ein Umlenken von
Parteifest-Mitteln in ein unabhängiges Kulturprojekt schmerzt. Es
gibt jetzt weniger gelbe Luftballons beim Stadtfest. Es wird statt "I
Am From Austria" von Fendrich am Heldenplatz "Amen Se Andar E
Austria!" von HOR 29 Novembar im Ostarrichi-Park gesungen. Kritische
Gesellschaftsreflexion ist der Beitrag, den WIENWOCHE liefert,
parteipolitische Scharmützel sind nicht unsere Sache. Dennoch fordern
wir die ÖVP auf, auch "ihre" Parteifest-Mittel an unabhängige Kunst-
und Kulturprojekte abzutreten.
WIENWOCHE ist ein unabhängiges Kulturprojekt. Der Gemeinderat hat
uns mit Mitteln und Auftrag ausgestattet, die brennenden Fragen
unserer Stadt - Selbstbestimmung, Ausschluss, Zusammenleben - mit
Aktionsformen aus Kunst, Kultur und Zivilgesellschaft zu bearbeiten.
Von den Grünen initiiert agiert WIENWOCHE frei von politischer
Einflussnahme in inhaltlichen als auch personellen Fragen.
Die heuchlerische Aufregung in der Kronen Zeitung zeigt uns nur
auf, dass Wien noch viele "Gärten der Lüste" benötigt, die sich gegen
homophobe und transphobe Gewalt einsetzen.
Das Leitungsteam der WIENWOCHE
Petja Dimitrova, Can Gülcü, Radostina Patulova
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