• 23.09.2012, 08:00:52
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"trend/Bestseller": Puls-4-Chef Breitenecker will ORF an die Kandare nehmen

ORF-Chef Alexander Wrabetz: "Das ist ein bizarrer Ansatz."

Utl.: ORF-Chef Alexander Wrabetz: "Das ist ein bizarrer Ansatz."=

Wien (OTS) - Rechtzeitig vor dem Wahljahr 2013 gibt es auch die
ersten Appelle in Richtung Medienpolitik zur Weiterentwicklung des
heimischen Fernsehmarktes. Im am Montag erscheinenden "Medien
Spezial" der Magazine "trend" und "Bestseller" fordert Markus
Breitenecker, Geschäftsführer der ProSiebenSat.1-Puls4-Gruppe in
Österreich, den öffentlich-rechtlichen Sender ORF aus dem Wettbewerb
zu nehmen: Die Wörter "Quote, Werbeumsätze, Konkurrenz" sollten "den
privaten Mitbewerbern überlassen sein", der ORF solle als eine
"Institution, die Fehlentwicklungen der Medien korrigiert" gedacht
werden. Als funktionales Vorbild schwebt Breiteneckers dabei "eine
Art Mischung aus Rechnungshof, Verfassungsgerichtshof und Burgtheater
vor". Im nächsten Regierungsabkommen solle eine derartige Vision
eines ORF als gleichsam moralische Anstalt, die sukzessive auch auf
klassische Werbeerlöse verzichten solle, verankert werden,
Breitenecker spricht von einer "Agenda 2014".

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz hält im
trend/Bestseller-Medien-Spezial von dieser Vision naturgemäß wenig:
"Das ist ein bizarrer Ansatz." Und: "Ich appelliere an Breitenecker,
wenn er nicht so enden will wie die einzelnen Japaner, die nach Ende
des Zweiten Weltkrieges auf ihren Inseln weiter gekämpft haben, dass
er moderne Medienliteratur liest."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TRE

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