"profil": Martin Schlaff nur für drei Stunden im U-Ausschuss geladen

FPÖ, Grüne und BZÖ wähnen Vertuschung der Telekom-Auslandsgeschäfte

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, wird wieder ein parlamentarischer Untersuchungssauschuss abgedreht, ehe es an die Aufarbeitung der Verbindungen zwischen dem Telekom-Geschäftspartner Martin Schlaff und der Politik geht. Das entsprechende Beweisthema soll vorerst nur am 9. Oktober in gerade einmal drei Stunden abgehandelt werden. Einziger Zeuge: Martin Schlaff, der bereits dem Banken-Ausschuss 2007 zweimal ferngeblieben war. Die Opposition kritisiert die Koalition scharf:
"Ich suche nach den Gründen, warum Schlaff nicht behandelt werden soll. Und ich schließe Schlamperei und Faulheit aus. SPÖ und ÖVP wollen das Schlaff-Netzwerk schützen", sagt Grünen-Fraktionsführer Peter Pilz. Der neue Ausschussvorsitzende Walter Rosenkranz, FPÖ, sekundiert: "Die Zeit reicht bei weitem nicht aus. Wir haben noch nicht einmal alle Akten. Das Beweisthema wird von SPÖ und ÖVP abgedreht." Und auch Stefan Petzner vom BZÖ konstatiert: "Das Thema kann in drei Stunden keinesfalls seriös behandelt werden, es muss daher weitere Termine und zusätzliche Zeugen geben. Dazu zählt ganz sicher auch der ehemalige Bundeskanzler Wolfgang Schüssel." Die Vertreter von SPÖ und ÖVP, Otto Pendl und Werner Amon, sehen die Sache weitaus entspannter: "Ich gehe davon aus, dass die Befragung von Schlaff ausreicht. Er ist ja die zentrale Person", so Pendl. Und Amon: "Wir haben bisher noch keine Auskunftsperson länger befragt. Zu den Ost-Geschäften haben wir keine Akten, nur Hinweise."

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