- 22.09.2012, 08:00:41
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"profil": Martin Schlaff nur für drei Stunden im U-Ausschuss geladen
FPÖ, Grüne und BZÖ wähnen Vertuschung der Telekom-Auslandsgeschäfte
Utl.: FPÖ, Grüne und BZÖ wähnen Vertuschung der
Telekom-Auslandsgeschäfte=
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, wird wieder ein parlamentarischer
Untersuchungssauschuss abgedreht, ehe es an die Aufarbeitung der
Verbindungen zwischen dem Telekom-Geschäftspartner Martin Schlaff und
der Politik geht. Das entsprechende Beweisthema soll vorerst nur am
9. Oktober in gerade einmal drei Stunden abgehandelt werden. Einziger
Zeuge: Martin Schlaff, der bereits dem Banken-Ausschuss 2007 zweimal
ferngeblieben war. Die Opposition kritisiert die Koalition scharf:
"Ich suche nach den Gründen, warum Schlaff nicht behandelt werden
soll. Und ich schließe Schlamperei und Faulheit aus. SPÖ und ÖVP
wollen das Schlaff-Netzwerk schützen", sagt Grünen-Fraktionsführer
Peter Pilz. Der neue Ausschussvorsitzende Walter Rosenkranz, FPÖ,
sekundiert: "Die Zeit reicht bei weitem nicht aus. Wir haben noch
nicht einmal alle Akten. Das Beweisthema wird von SPÖ und ÖVP
abgedreht." Und auch Stefan Petzner vom BZÖ konstatiert: "Das Thema
kann in drei Stunden keinesfalls seriös behandelt werden, es muss
daher weitere Termine und zusätzliche Zeugen geben. Dazu zählt ganz
sicher auch der ehemalige Bundeskanzler Wolfgang Schüssel." Die
Vertreter von SPÖ und ÖVP, Otto Pendl und Werner Amon, sehen die
Sache weitaus entspannter: "Ich gehe davon aus, dass die Befragung
von Schlaff ausreicht. Er ist ja die zentrale Person", so Pendl. Und
Amon: "Wir haben bisher noch keine Auskunftsperson länger befragt.
Zu den Ost-Geschäften haben wir keine Akten, nur Hinweise."
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