- 21.09.2012, 08:50:59
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VCÖ begrüßt Einführung von Begegnungszonen und Fahrradstraßen
VCÖ: Statt Handy-Verbot Bewusstseinskampagne gegen Telefonieren am Steuer wirksamer
Utl.: VCÖ: Statt Handy-Verbot Bewusstseinskampagne gegen
Telefonieren am Steuer wirksamer=
Wien (OTS) - Der VCÖ begrüßt den Vorstoß von Verkehrsministerin Doris
Bures, dass in Österreich Begegungszonen und Fahrradstraßen
eingeführt werden können. In Österreich fahren rund 4,8 Millionen
Menschen im Alltag mit dem Fahrrad, rund zwei Millionen davon häufig.
Statt dem Handy-Verbot beim Radfahren spricht sich der VCÖ für eine
allgemeine Bewusstseinskampagne gegen Telefonieren am Steuer aus.
In der Schweiz gibt es bereits mehr als 200 Begegungszonen. In
Begegnungszonen gilt Tempolimit 20 km/h, wer zu Fuß geht, hat Vorrang
und Parken ist nur auf markierten Stellen erlaubt. "In Österreich
wird wieder mehr zu Fuß gegangen. Grund sind die höheren Spritpreise
und das gestiegene Gesundheitsbewusstsein. Deshalb ist es wichtig,
unsere Städte und Gemeinden fußgängerfreundlicher zu gestalten",
betont VCÖ-Experte Markus Gansterer. Der VCÖ weist darauf hin, dass
in Wien bereits gleich viele Wege zu Fuß wie mit dem Auto
zurückgelegt werden.
Auch die Ermöglichung der Fahrradstraßen ist ein wichtiger
Schritt. International werden immer häufiger Fahrradstraßen
umgesetzt. Damit wird es Pendlerinnen und Pendlern aus dem stadtnahen
Umland sowie all jenen, die in den Außenbezirken wohnen, erleichtert
mit dem Rad sicher, kostengünstig und gesund zur Arbeit zu kommen.
Auch die Flexibilisierung der Radwegbenützungspflicht erhöht die
Verkehrssicherheit. "Viele Radwege sind zu schmal. Damit ist dort das
Radfahren gefährlicher als auf der normalen Fahrbahn. Die Aufhebung
der Benützungspflicht bei schmalen Radwegen entschärft die
Situation", so VCÖ-Experte Gansterer.
Skeptisch ist der VCÖ beim geplanten Handy-Verbot. Schon beim Auto
funktioniert die Überwachung de facto nicht. Im gesamten Jahr 2011
wurden nur 150.000 Autofahrer beim Telefonieren am Steuer erwischt,
obwohl an einem einzigen Tag ein Vielfaches an Telefonaten beim
Autolenken geführt werden. "Viele sind sich der Gefahren durch
Telefonieren am Steuer nicht bewusst. Wer beim Autofahren
telefoniert, reagiert ähnlich schlecht, wie ein Alko-Lenker mit 0,8
Promille", macht VCÖ-Experte Gansterer aufmerksam. Der VCÖ hält daher
eine bundesweite Kampagne gegen Telefonieren am Steuer für wirksamer
als eine Erweiterung des Handy-Verbots aufs Radfahren.
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