- 20.09.2012, 11:31:18
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LR Barbara Rosenkranz über NÖ Arbeitsmarktzahlen: Es ist genau das eingetreten, vor dem die FPÖ gewarnt hat.
Verdrängungswettbewerb durch ausländische Billigarbeitskräfte wird schärfer
Utl.: Verdrängungswettbewerb durch ausländische Billigarbeitskräfte
wird schärfer=
St. Pölten (OTS) - "Es ist genau das eingetreten, vor dem ich, vor
dem die FPÖ im Vorfeld der Arbeitsmarktöffnung am 1. Mai 2011 gewarnt
hat: Die Arbeitslosigkeit ist massiv gestiegen und es kommt zu einer
schleichenden Entwertung der Arbeit. Billige Arbeitskräfte aus den
jungen EU-Staaten sorgen für einen Verdrängungswettbewerb", erklärt
die freiheitliche Landesrätin Barbara Rosenkranz in ihrer heutigen PK
mit dem FA- Fraktionsvorsitzenden KR Gottfried Pfeifer. Dass die ÖVP
unterdessen die gestiegene Anzahl an Beschäftigten feiere, obwohl
nach neuesten Zahlen in Niederösterreich heuer um 8,7 Prozent mehr
Arbeitslose zu verzeichnen sind als im Vergleichszeitraum 2011, ist
für Rosenkranz nicht nachvollziehbar, zumal die Aussichten für das
kommende noch düsterer sind.
Auch wenn sich der Landeshauptmann, nach eigenen Aussagen, nicht
erklären könne, warum trotz höherer Zahl an Beschäftigten, die
Arbeitslosigkeit ebenfalls gestiegen sei, liege der Grund auf der
Hand: "Die Frage nach dem Warum ist schnell beantwortet. Auch
AMS-Chef Karl Fakler hat bereits einräumen müssen: Die vielen
ausländischen Arbeitskräfte haben zu einem Verdrängungswettbewerb auf
dem ungeschützten Arbeitsmarkt gesorgt. Während Jobsuchende aus dem
Osten die wenigen freien Stellen besetzen und die Löhne drücken,
bleiben insbesondere junge und ältere Niederösterreicher bleiben auf
der Strecke", so Barbara Rosenkranz.
Wenn allein die Arbeitslosigkeit hoch sei, sei dies bereits schlimm
genug, komme noch ein erhöhter Stand an Beschäftigten dazu, sei die
Lage jedoch prekär. In diesem Fall komme es nämlich nicht (!) zu
einem Ansteigen der Löhne - wie grundsätzlich bei einem höheren
Beschäftigungsstand - sondern zu einem erhöhten Druck auf alle
Beschäftigten und schlechten Aussichten für Arbeitslose, erklärt die
niederösterreichische FP-Parteiobfrau.
"Dass trotz dieser Situation aus dem ÖVP-Umfeld von einem
Fachkräftemangel schwadroniert wird, muss in den Ohren der
Arbeitssuchenden Österreicher wie Hohn klingen. Tatsächlich soll mit
diesen Horrormeldungen nur eine weitere Arbeitsmarktöffnung (z.B. in
Richtung Rumänien und Bulgarien) gerechtfertigt werden", so LR
Rosenkranz.
Der freiheitliche Arbeitnehmervertreter Gottfried Pfeifer erklärt
dazu: "In Niederösterreich herrscht kein Fachkräftemangel.
Diejenigen, die behaupten es fehlten bald 150.000 Facharbeiter suchen
in Wahrheit billige Hilfskräfte aus dem Ausland, die von der
Industrie als sog. angelernte Fachkräfte zu geringem Lohn eingestellt
werden."
"Wir Freiheitliche werden aber die Arbeitsnehmer und die
Arbeitssuchenden nicht im Stich lassen und uns vehement für den
Schutz unseres Arbeitsmarktes einsetzen. Jene Unternehmer in NÖ, die
ausbilden und auch älteren Arbeitsuchenden eine Chance geben, leisten
viel für die Volkswirtschaft und unser Gesellschaft. Sie sollten auch
entsprechende staatliche Unterstützung erfahren", schließt Barbara
Rosenkranz.
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