- 19.09.2012, 14:47:29
- /
- OTS0251 OTW0251
OTSconnect thematisierte "Mobile Reife" von Medien und Kommunikation
Info- und Medienmacher diskutierten über Information in Zeiten grenzenloser Freiheit und mobile Geschäftsfelder - Experten: von der Faszinations- in die Experimentierphase

Utl.: Info- und Medienmacher diskutierten über Information in Zeiten
grenzenloser Freiheit und mobile Geschäftsfelder - Experten:
von der Faszinations- in die Experimentierphase=
Wien (OTS) - Mobile Publishing beansprucht derzeit nicht nur in
Medienhäusern wichtige Agenda-Ränge. Als zusätzlicher Kanal, sich
über Mobile, App & Co. innovativ und interaktiv mit der eigenen
Zielgruppe zu verbinden und neue Leserinnen, Hörer, Seherinnen und
User zu generieren, schicken zahlreiche Unternehmen ihre
Informations- und Unterhaltungsprodukte in die digitale
"Appsolution". Eine aktuelle Veranstaltung der Reihe OTSconnect
widmete sich heute, Mittwochfrüh, diesem Thema und versammelte
namhafte Branchenvertreterinnen und Digitalexperten zu einer
Podiumsdiskussion im Funkhaus Wien.
Für Bernhard Greil, Marketing- und Onlineverantwortlicher bei der
Tiroler Tageszeitung, gliedert sich Mobile in die drei Bereiche
Information, Service und Entertainment. "Die Hauptaufgabenstellung im
Mobilebereich ist es, sich auf jene Bereiche zu konzentrieren, die
auch zur Marke passen, die verstanden und auch genutzt werden." Als
erfolgreiches Beispiel führt er eine Live-Ticker-Aktion der Tiroler
Tageszeitung an, bei der die iPhone 5-Präsentation nahezu real-time
zur Verfügung stand. "Wir konnten damit ein All-time-high an
Zugriffen erreichen", so Greil.
Albert Malli, stv. Ö3-Senderchef und Leiter Neue Medien, ist
schon seit Jahren intensiv damit beschäftigt, das Hitradio auch aufs
Handy zu bringen: "Ö3 war schon bei den ersten Klingeltönen, beim
SMS-Boom, bei den Podcasts und Apps live dabei - vor allem deshalb,
weil kein anderes Medium eine derartige Nähe zum Hörer herstellt. Man
trägt es ja direkt am Körper." Dass Hörer sich durch die neuen
Technologien vom klassischen Radiokanal abwenden könnten, sieht er
nicht als Gefahr: "Die Radionutzung ist seit vielen Jahren gleich,
trotz Internet, Handy, Apps und Co."
Für Barbara Rauchwarter, Unternehmenssprecherin der APA, ist die
Aufbereitung des Contents zwar ressourcenintensiv, aber dennoch
lohnend: "Jeder Kanal hat seinen eigenen Charakter und sollte auch
möglichst optimal bespielt werden. Um die Kosten zu optimieren,
nutzen wir die 'White Label-App' der APA-IT, die unser Kundenmagazin
APA-Value unkompliziert in den App-Store bringt. Über diesen Kanal
generieren wir bereits mehrere Tausend Downloads pro Ausgabe - auch
an einer App, um den APA-Geschäftsbericht multimedial darzustellen,
wird derzeit gearbeitet. Dieses Know-how geben wir auch an unsere
Kunden weiter, die Geschäftsberichts-App wird ein fix und fertiges
Produkt."
"Geschwindigkeit siegt. Das ist der Punkt, bei dem alle
tagesaktuellen Medien im Wettbewerb stehen", meint Peter Rathmayr,
Geschäftsführer krone.at, der die Challenge ganz klar in der
Aktualität und Schnelligkeit sieht. Rathmayr greift auch das heiße
Eisen der Messbarkeit von App-Nutzung auf: "Die Applikationsanbieter
sprechen derzeit nur von Downloads, was jedoch nicht der
entscheidende Faktor ist. Spannend wird es, wenn nicht nur die
'Auflage' systematisch ermittelt wird, sondern auch, ob das Medium
gelesen wird. Dann könnte auch die Werbewirtschaft bedient werden."
Stefan Kaltenbrunner, Chefredakteur des Monatsmagazins Datum, gilt
ebenso als einer der App-Pioniere in Österreich: "Die Herausforderung
beim App-Einstieg lag v.a. darin, ob und wie opulente Texte mit
10.000 bis 20.000 Zeichen am iPhone angenommen werden. Wir wollten
einen Gegenpol zu Real-time und Twitter schaffen. Es war zu Beginn
sicher ein Trial-and-Error-Prozess. Mittlerweile gibt es in vielen
Punkten Erfahrungswerte, dennoch stecken wir - was die Aufbereitung
betrifft - noch in den Kinderschuhen."
Die erste große Faszinationsphase scheint laut den Diskutanten
jedenfalls abgeschlossen, jetzt gehe es um tatkräftiges
Experimentieren und Entwickeln. Ob sich mit App & Co. mittelfristig
echtes Geld verdienen ließe, bliebe abzuwarten. Man könne sich jedoch
nicht leisten, es nicht zumindest zu versuchen, so der Tenor.
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KRO








