• 19.09.2012, 12:29:01
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Wlodkowski: Neue Ökostromtarife steigern Biomasse-Anlagen-Export

Ökostrom entlastet Stromkonsumenten - Kostensenkungen endlich weitergeben

Utl.: Ökostrom entlastet Stromkonsumenten - Kostensenkungen endlich
weitergeben=

Wien (OTS) - "Die neuen Einspeisetarife für Ökostromanlagen eröffnen
hocheffizienten, wärmegeführten Biomasseanlagen im kleinen
Leistungsbereich bis 500 kW neue Chancen für die
Technologieentwicklung. Österreichische Anlagenbauer sind weltweit
Technologieführer bei kleinen und mittleren Biomasse-KWK-Anlagen, die
mit Energieholzsortimenten betrieben werden. Mithilfe der
verbesserten Rahmenbedingungen können jene Unternehmen ihre Position
in diesem Segment weiter stärken und für die österreichische
Wirtschaft wichtige Exportmöglichkeiten nutzen", erklärte Gerhard
Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, zu den neuen
Einspeisetarifen für Ökostromanlagen, die nach zähen Verhandlungen
auf der Basis des seit 01.07.2012 geltenden Ökostromgesetzes
abgeschlossen werden konnten.

Ökostrom entlastet Stromkonsumenten

"Der Ausbau der Ökostromerzeugung entlastet die Stromkunden. Denn
er führt erwiesenermaßen nicht zu einer Kostenbelastung der
Konsumenten, auch wenn dies von der Fossillobby und ihren Verbündeten
immer wieder fälschlicherweise behauptet wird", stellte Wlodkowski
weiter fest und lieferte zum Beweis die Zahlen: "Die Strompreise
sinken an der Energiebörse EEX, weil Ökostrom zunehmend die
Erzeugnisse konventioneller Kraftwerke aus dem Markt verdrängt.
Innerhalb eines Jahres ist der Strompreis an der Börse in Leipzig um
mehr als 20% gefallen. Während dieser Zeit wurde die Einspeisung
regenerativen Stroms in Deutschland sehr stark erhöht. Die
Falschmeldungen der AK, dass Ökostrom die Strompreise verteuere und
die Konsumenten belaste, sind damit klar widerlegt."

"Statt gezielt die Ökostromförderung madig zu machen, sollten
E-Control und AK dafür sorgen, dass die durch Ökostrom bewirkten
Strompreissenkungen von den Energiekonzernen auch rasch an die
Konsumenten weitergegeben werden", forderte Wlodkowski deutlich.

"Auch der Nachholbedarf beim Netzausbau kann nicht der Bioenergie
in die Schuhe geschoben werden. Durch den jahresdurchgängig und
bedarfsgerecht verfügbaren Ökostrom aus Biogas- und Biomasseanlagen
werden die Stromnetze entlastet und sicher nicht belastet", so
Wlodkowski weiter.

Biogas fällt zurück

"Da jedoch nur in wenigen Bereichen nennenswerte Tariferhöhungen
durchgesetzt werden konnten, müssen Biogasanlagen-Betreiber weiterhin
mit schwierigen Rahmenbedingungen rechnen. In diesem Bereich besteht
bereits seit fünf Jahren praktisch Stillstand in der
Anlagenerrichtung und die nur sehr geringfügigen Tarif-Anpassungen im
kleinen Leistungsbereich werden auch weiterhin nur in Ausnahmefällen
eine Realisierung neuer Projekte möglich machen", bedauerte
Wlodkowski und führte weiter aus: "Während in unseren Nachbarländern
bei Biogastechnologien durchaus positive Entwicklungstrends bestehen,
fällt Österreich bei dieser Zukunftstechnologie aufgrund der nicht
sachlich begründbaren Blockade durch die AK immer weiter zurück".

Raus aus fossiler Energie

"Wir brauchen dringend eine konsequente Ausrichtung unserer
Energiepolitik hin zu einem raschen Wandel von riskanten fossilen
Abhängigkeiten zu nachhaltigen Energieformen. Investitionen, die
jetzt getroffen werden, legen die Basis für die grundsätzliche
Leistbarkeit unseres Energiebedarfs in wenigen Jahren. Nach vorne
denken und sich vom Gestern lösen ist bei allen Energiethemen
unabdingbar. Dann wird klar, das der Ausbau der erneuerbaren Energie
aus allen verfügbaren Quellen unumgänglich ist und zu wesentlich
geringeren Kostenbelastungen für die Gesellschaft führt, als das
krampfhafte Festhalten am stetig steigenden Öl- und Gasimport aus
immer brisanteren Krisenregionen", stellte Wlodkowski abschließend
fest.
(Schluss)

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