• 19.09.2012, 10:10:43
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BM Schmied zeichnete J. Avramidis mit Großem Goldenen Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich aus

"Nehmen wir die Humanität in den Werken von Joannis Avramidis als Auftrag, um für die menschliche Würde einzustehen."

Utl.: "Nehmen wir die Humanität in den Werken von Joannis Avramidis
als Auftrag, um für die menschliche Würde einzustehen."=

Wien (OTS) - Kulturministerin Claudia Schmied überreichte Dienstag
abends im Rahmen der Ausstellungseröffnung "Joannis Avramidis" im
Kunsthistorischen Museum in Wien dem international renommierten
Künstler Joannis Avramidis das "Große Goldene Ehrenzeichen mit dem
Stern für Verdienste um die Republik Österreich".

Kulturministerin Claudia Schmied: "Kunst kennt keine Grenzen,
weder geografische noch zeitliche. Joannis Avramidis Leben und
Schaffen zeigt uns, dass die Kunst es vermag, den Bogen von der
Antike bis zum 21. Jahrhundert zu spannen und die Elemente der
griechischen und österreichischen Kultur zu verbinden. Die
wertschätzende Auseinandersetzung zwischen "Altem" und "Neuem" führt
uns vor Augen, wie bereichernd dieser Dialog ist. Es ist unsere
Aufgabe, zeitgenössische Kunst zu fördern und Künstlerinnen und
Künstler, die in unserer Zeit leben, zu schätzen."

"Joannis Avramidis schöpft seit 1965 Ruhe und Kraft für sein
Schaffen in den Praterateliers, einem besonderen Ort der Künste.
Seine Figuren stehen autonom, schön und klar vor uns und vermitteln
große menschliche Werte: Hoffnung und Harmonie, Einsamkeit und
Sehnsucht. Nehmen wir die Humanität in den Werken von Joannis
Avramidis als Auftrag, um für die menschliche Würde einzustehen.
Joannis Avramidis und seine Arbeit sind Vorbild für Generationen von
jungen Künstlerinnen und Künstler", so Kulturministerin Schmied.

Im September feiert Em. o. HS-Prof. Joannis Avramidis seinen 90.
Geburtstag. Das Kunsthistorische Museum widmet dem Künstler eine
Ausstellung und zeigt eine Auswahl seiner Skulpturen und graphischen
Arbeiten, die in der Antikensammlung in unmittelbaren Dialog mit den
Originalen des griechischen und römischen Altertums treten.

Joannis Avramidis wurde am 26. September 1922 in Batumi, Georgien
geboren. Nach dem Tod seines gegenüber der UdSSR oppositionellen und
in Haft befindlichen Vaters, musste die Familie 1939 Batumi, wo
Joannis Avramidis Kunst studierte, verlassen und nach Griechenland
auswandern. Avramidis kam 1943 als Fremdarbeiter nach Wien, studierte
nach dem Krieg zunächst Malerei und von 1953 bis 1956 Bildhauerei bei
Fritz Wotruba. 1968 bis 1992 war er dann selbst Professor an der
Akademie der bildenden Künste am Schillerplatz.

Mit seinen vom menschlichen Körper abgeleiteten abstrakten
Skulpturen war Joannis Avramidis bereits 1962 bei der Biennale in
Venedig vertreten. 1964 nahm er an der documenta III in Kassel teil,
1977 an der documenta 6.

Neben seiner künstlerischen Bedeutung ist Avramidis ein Beispiel
für die Verfolgungsgeschichten im zerrütteten Europa des 20.
Jahrhunderts. Gleichzeitig ist er eine Persönlichkeit, der es gelang,
trotz schwieriger Lebensbedingungen in Österreich ein herausragendes
Lebenswerk zu schaffen.

Joannis Avramidis ist Mitglied des Österreichischen Kunstsenats
(Großer Österreichischer Staatspreis 1973) und ist als Träger des
Österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst (1985)
Mitglied der Kurie Kunst.

Bilder der Ausstellungseröffnung und Verleihung sowie die Rede der
Ministerin sind unter
http://www.bmukk.gv.at/ministerium/vp/2012/20120919.xml abrufbar.

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