AK zu E-10: Klaren Schlussstrich für Biosprit ziehen

51 Millionen Mehrkosten bleiben AutofahrerInnen erspart

Wien (OTS) - AK zu E-10: Klaren Schlussstrich für Biosprit ziehen 51 Millionen Mehrkosten bleiben AutofahrerInnen erspart
"Der Landwirtschaftsminister muss jetzt einen klaren Schlussstrich unter die E10 Einführung ziehen", fordert die Leiterin der AK Abteilung Umwelt und Verkehr, Sylvia Leodolter. "E10 ist endgültig gescheitert und das sollte er dann auch klar sagen." Seit Monaten reißt die Kritik an der Verwendung von Biokraftstoffen nicht ab. "Biokraftstoffe wie Biodiesel und E-10 sind ein teurer Irrweg, der auch der Umwelt nicht nutzt und außerdem die Lebensmittelpreise weiter in die Höhe treibt. "Das können wir uns angesichts horrender Getreidepreise nicht leisten. Lebensmittel gehören in den Teller, nicht in den Tank," so Leodolter. Für die KonsumtentInnen ist die Aufgabe von E10 angesichts steigender Preise eine gute Nachricht. Alleine AutofahrerInnen, insbesondere die BerufspendlerInnen, sparen sich rund 51 Milli-onen Euro, die die E10-Einführung gekostet hätte.

E-10 ist Benzin, dem zehn Prozent Ethanol beigemischt sind. Für die Herstellung von Ethanol werden hauptsächlich Mais und Weizen eingesetzt. Das treibt den Preis für Getreide weiter in die Höhe und heizt gleichzeitig wieder die Spekulationen an. Und das bedeutet: Für Lebensmittel müssen die KonsumtenInnen tiefer in die Geldtasche greifen. In einer Studie von Heiner Flassbeck im Auftrag der AK werden Berechnungen zitiert, wonach die Beimischung von Agrosprit zu Preissteigerungen von bis 70 Prozent bei Nahrungsmittelrohstoffen führt. Auch die Welternährungsorganisation FAO warnt vor preis-treibenden Effekten. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch Raiffeisen Research.

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