Zeitungsdrucker wieder im Boot

Verband Druck & Medientechnik und Gewerkschaft GPA-djp: Gesamtkollektivvertrag für die Druckbranche bis 2016 fixiert

Wien (OTS) - Nach dem erfolgreichen Kollektivvertragsabschluss für die Bogen- und Rollendruckereien im April 2012 gibt es jetzt auch ein Aufatmen für die Zeitungsdrucker. Sowohl die jährliche Lohnerhöhung als auch die Kollektivvertragsbestimmungen für Zeitungen wurden bis 2016 verlängert. Alle drei Verlage mit eigenen Zeitungsdruckereien, die im Frühjahr - um sich alle Optionen offen zu halten - ihren Austritt aus dem Verband Druck & Medientechnik angekündigt hatten, haben nach den erfolgreich abgeschlossenen Vereinbarungen ihre Kündigungen wieder zurückgenommen.

Es war ein Krimi - aber mit einem Happy End. Schienen die Gegensätze zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zunächst noch unüberwindlich, gab es im April dann nach langen Verhandlungen für die Bogen- und Rollenoffsetdrucker doch einen neuen Kollektivvertrag. Mit der Einigung im Zeitungsbereich sind jetzt im gesamten grafischen Gewerbe die rechtlichen Rahmenbedingungen und Mindestlöhne bis 2016 fixiert. "Diese Rechtssicherheit tut der ganzen Branche gut. Die Betriebe können sich jetzt in Ruhe ihrer eigentlichen Arbeit widmen", ist Ing. Rudolf A. Cuturi, Präsident des Verbandes Druck & Medientechnik erleichtert. Auch die Gewerkschaft GPA-djp ist froh über die Einigung: "Wir begrüßen es, dass die Druckbranche weiterhin geeint bleibt und die Sozialpartnerschaft ihre Kompetenz bewiesen hat, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben und für die grafische Branche akzeptable Ergebnisse zu verhandeln", meint der Wirtschaftsbereichsvorsitzende Franz Bittner.

Vorschau - was ist bis 2016 zu erwarten?

Die Gewerkschaft und der Verband Druck & Medientechnik werden die Auswirkungen des heurigen Kollektivvertrags auf die Branchensituation sowie die weitere wirtschaftliche Entwicklung genau beobachten. Für alle Branchenbereiche sind regelmäßige Gespräche der Sozialpartner geplant. Notwendige Neuregelungen sollen den aktuellen Marktbedingungen, den wirtschaftlichen Bedürfnissen von Arbeitgebern und den sozialen Bedürfnissen von ArbeitnehmerInnen Rechnung tragen.

Schließlich geht es in der Sozialpartnerschaft immer um beide Seiten. "Der Verband Druck & Medientechnik hat seit vielen Jahrzehnten bewiesen, dass er für Arbeitgeber ein starker und für die Gewerkschaft ein verlässlicher Sozialpartner ist. Wir werden alles tun, um den sozialen Frieden in der Druckbranche auch weiterhin zu sichern", sagt Präsident Ing. Rudolf A. Cuturi.
Die Gewerkschaft besteht seit 1842, der Verband Druck & Medientechnik seit 1872. Beide Partner konnten - nicht immer sofort im Konsens, aber meist doch im Ergebnis - für die Betriebe und die Beschäftigten eine gute Entwicklung erreichen. "Auf das Erreichte und den heutigen Abschluss sollen und dürfen wir stolz sein", meinten die beiden Verhandlungsführer Bittner und Cuturi.

Foto: Präsident Rudolf A. Cuturi auf
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