- 14.09.2012, 15:58:31
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Matznetter begrüßt Hochhausers Einsicht bei fehlender sozialer Absicherung von Selbstständigen
Verbesserungen nur durch massiven Druck von SWV erreicht
Utl.: Verbesserungen nur durch massiven Druck von SWV erreicht ==
Wien (OTS) - "Nach langer Kampagne des SWV hat nun offensichtlich
auch die Wirtschaftskammer die Einsicht gewonnen, dass die heimischen
Selbstständigen sozial schlecht abgesichert sind und deshalb unter
großem finanziellen Druck stehen. Das ist sehr zu begrüßen", betonte
der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes und
WKÖ-Vizepräsident Christoph Matznetter. An dieser Stelle müsse jedoch
betont werden, "dass wir ohne massiven Druck des SWV bis heute keine
Verbesserung hätten". Die Generalsekretärin solle sich lieber
Gedanken machen, wie man die soziale Sicherheit der Selbstständigen
weiter verbessern könne, anstatt sich mit fremden Federn zu
schmücken. "Zum Beispiel ist die Abschaffung des Selbstbehaltes für
SVA-Versicherte noch immer nicht durchgebracht worden", so
Matznetter, der gleichzeitig festhielt, dass "junge Familien und
Pensionisten besonders unter den hohen Zahlungen für
Gesundheitsleistungen leiden". ****
Neben der Abschaffung des Selbstbehaltes seien die Erhöhung des
Wochengeldes und die Einführung des Krankengeldes die beiden
wesentlichsten Maßnahmen für Matznetter, "die es so rasch wie möglich
umzusetzen gilt". "Die Selbstständigen haben mit der extrem
belastenden Situation zu kämpfen, dass sie nicht ausfallen können,
egal ob aufgrund einer Schwangerschaft, einer Krankheit oder eines
Unfalls", machte Matznetter deutlich. Und weiter: "Bei längerer
Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls gibt
es für Einpersonenunternehmer derzeit keinen Schutz, sie rasen
automatische auf das Existenzminimum zu", erklärte der SWV-Präsident.
"Frauen hingegen stehen häufig vor dem Problem, dass sie sich den
gesetzlichen Mutterschutz nicht leisten können und drastisch gesagt
vom Arbeitsplatz ins Spital fahren und wieder zurück."
"Daher ist eine Reform aller Versicherungs- und Sozialleistungen
dringend notwendig, um unser Sozialsystem nun endlich unserer
Wirtschaftsstruktur entsprechend und den Bedürfnissen der
Selbstständigen anzupassen", betonte Matznetter, der eindringlich
davor warnt, die vielen Einpersonen- und Kleinstunternehmer im Stich
zu lassen. "Gerade diese Unternehmen leisten einen enormen Beitrag
für unsere Wertschöpfung und unseren Wohlstand." (Schluss)
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