• 14.09.2012, 14:16:34
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"Heimat, fremde Heimat" am 16. September: Integration durch Sport

Wien (OTS) - Lakis Iordanopoulos präsentiert in "Heimat, fremde
Heimat" am Sonntag, dem 16. September 2012, um 13.30 Uhr in ORF 2
folgende Beiträge:

Integration durch Sport

Über das Sporterlebnis ergibt sich die Gelegenheit, Menschen anderer
Kulturkreise kennenzulernen, Gemeinsamkeiten zu entdecken, aber auch
Missverständnisse und Vorurteile abzubauen sowie Verständnis und
Toleranz aufzubauen. Sport als Medium ist für Kinder und Jugendliche
aller Kulturen und Schichten hochattraktiv. Besondere Bedeutung haben
soziale Orte, an denen Gemeinsamkeiten und Vielfalt positiv erlebt
und erfahren werden, unter anderem Schulen, Sportvereine oder
sogenannte Sportkäfige. Kinder- und Jugendliche leisten dabei durch
ihr alltägliches Miteinander einen großen Beitrag zur sozialen
Integration - häufig auch ohne das spezielle Etikett "Integration".
Trotzdem werden Sportunterrichtsstunden an Schulen gekürzt, Vereine
nicht gefördert und somit der Sport aus dem Alltag der Jugendlichen
immer mehr verdrängt. Über die aktuelle Situation in Wien berichten
Nina Filipancic und Silvana Meixner.

Schiedsrichter im Gemeindebau

Lazare Koffi war in seiner ersten Heimat Kamerun Fußballer. Nun lebt
er seit bereits 21 Jahren in Österreich. Hier absolvierte Koffi die
Schiedsrichterausbildung und pfeift seither in der Oberliga. Für
seine Familie waren vor allem die ersten Jahre im Gemeindebau in der
Wiener Großfeldsiedlung nicht einfach. Die Familienmitglieder hatten
zu dieser Zeit sehr wenig Kontakt zu den Nachbarn und litten oft
unter Heimweh. Inzwischen hat sich die Situation gebessert. Die
Familie lebt nicht mehr in Isolation und Lazare Koffi trainiert
einmal pro Woche Kinder aus der Siedlung. Durch die regelmäßige
gemeinsame Aktivität der Kinder verstärkt sich aber auch der Kontakt
unter deren Eltern. Im Hof wird miteinander Kaffee getrunken, bevor
man sich im einzigen Lokal der Umgebung trifft, um die Unterhaltung
fortzusetzen. Mehmet Akbal hat mit Lazare Koffi und seinen
österreichischen Freunden gesprochen.

An der "Copa Cagrana"

Seit 20 Jahren befindet sich mit der Wiener "Copa Cagrana" am linken
Ufer der Neuen Donau in Kaisermühlen ein riesiges Freizeitparadies.
Neben Gastronomie, Bars und Clubs direkt am Wasser wird dort auch
jedes Jahr bis Ende September eine Reihe von Festen und Live-Events
geboten. Die meisten der Lokalbetreiber sind Zuwanderer. Während es
in der gegenüberliegenden "Sunken City" auf der Donauinsel relativ
ruhig zugeht, treten an der "Copa Cagrana" seit zwei Jahren zunehmend
Probleme auf. Die Stadt Wien bezeichnet die "heißeste Meile Wiens" -
wie die Copa Cagrana auch genannt wird - als "Bretterbude" oder
"Bretterdorf" und plant, sie zu schleifen, um stattdessen eine
gehobene Lokalszene aufzubauen, berichtet der derzeitige Verpächter
Norbert Weber. Mehmet Akbal wollte wissen, ob dem so ist und hat sich
die Situation an der "Copa Cagrana" und in der "Sunken City" genauer
angesehen.

"Heimat, fremde Heimat" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als
Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der
ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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