• 13.09.2012, 13:09:53
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  • OTS0193 OTW0193

Gericht bestätigt Rechtsansicht der IMMOFINANZ AG

Kurssturz der IMMOFINANZ 2008 war Folge der Wirtschaftskrise

Utl.: Kurssturz der IMMOFINANZ 2008 war Folge der Wirtschaftskrise=

Wien (OTS) - Das Bezirksgericht für Handelssachen Wien (BGHS Wien)
hat in einem aktuellen Urteil (6C 780/11 s-11) zu Gunsten der
IMMOFINANZ AG entschieden und vertritt in essenziellen Punkten die
Rechtsmeinung des Unternehmens in Anlegerverfahren.

"Dieses Urteil hat für die IMMOFINANZ AG eine wichtige
Beispielwirkung, da es unsere schon bisher vertretene Linie voll
unterstützt", erklärt Josef Mayer, Leiter der Rechtsabteilung der
IMMOFINANZ Group. "Der Kurs der IMMOFINANZ-Aktie war ausschließlich
durch die beginnende Weltwirtschaftskrise von 2008 verursacht - und
nicht durch behauptete "Malversationen" des ehemaligen Vorstands
getrieben. Das Gericht hat mit gesundem Menschenverstand und gestützt
auf mehrere Sachverständigengutachten das Offensichtliche
festgehalten: Das gesamte Marktumfeld der IMMOFINANZ AG ist im Herbst
2008 international großflächig eingebrochen, die Aktienkurse aller
ähnlich orientierten Immobilienunternehmen auch außerhalb Österreichs
mussten enorme Verluste verzeichnen."

Konkret heißt es dazu im Urteil:

"Da der Kursverlauf durch Handlungen der Beklagten (IMMOFINANZ AG;
Anm.), der Nebenintervenientin (Aviso Zeta AG; Anm.) bzw. der ihr
zurechenbaren Organe sich nicht anders entwickelt hätte [...], ist
davon auszugehen, dass der Kursverlauf der Immofinanzaktie einen dem
allgemeinen Marktrisiko unterliegenden Kursverlauf, so wie sämtlicher
anderen Immobilientitel des Landes und europaweit auch, nahm, eine
Schädigung daher nicht feststellbar ist."

Dies steht auch im Einklang mit jüngsten Aussagen des Obersten
Gerichtshofs, wonach das Marktrisiko grundsätzlich vom Anleger zu
tragen ist.

"Das bedeutet keine Reinwaschung des ehemaligen Vorstands um
Petrikovics, dem auch die IMMOFINANZ AG eine stattliche Anzahl von
organisatorischen und unternehmerischen Fehlentscheidungen vorwirft.
Da geht es durchaus um Millionenbeträge", so Mayer, der bestätigt,
dass bereits erste Zivilverfahren gegen diesen Personenkreis begonnen
haben und weitere Schadenersatzansprüche als Folge der laufenden
Strafverfahren zu erwarten sind. "Diese Schadensbeträge sind aber im
Vergleich zum Milliardenvolumen der IMMOFINANZ AG schlicht
unwesentlich. Sie haben den Aktienkurs in der Vergangenheit nicht
beeinflusst und werden dies auch in Zukunft nicht tun."

Verjährungsfrist beginnt schon mit Zustellung des Depotauszugs
Darüber hinaus kommt das BGHS Wien zum Schluss, dass die
Anleger-Ansprüche im vorliegenden Fall bereits verjährt sind. Die
Kenntnis von Kursverlusten und damit des Schadens hat die Klägerin
laut BGHS Wien spätestens mit Erhalt der Depotauszüge für das Jahr
2007 (also Anfang 2008) erlangt. Die dreijährige Verjährungsfrist
begann nach Meinung des Gerichts zu diesem Zeitpunkt zu laufen,
mittlerweile liegt dies mehr als viereinhalb Jahre zurück.

Zuvor hatte bereits das HG Wien Anfang September 2012 in zwei
Urteilen (54 Cg 199/11k -und 54 Cg 172/11i) zum Thema Verjährung
ebenso entschieden. "Die Rechtsmeinung, dass die Verjährungsfrist mit
der Zustellung des Depotauszugs zu laufen beginnt, setzt sich immer
mehr durch", erklärt Mayer. "Wir gehen davon aus, dass das auch eine
Beispielwirkung auf viele ähnlich gelagerte Verfahren haben wird."

Über die IMMOFINANZ Group

Die IMMOFINANZ Group zählt zu den führenden börsennotierten
Immobiliengesellschaften in Europa und ist im Leitindex ATX der
Wiener Börse gelistet. Seit seiner Gründung im Jahr 1990 hat das
Unternehmen ein hochwertiges Portfolio aufgebaut mit derzeit mehr als
1.820 Immobilien und einem Buchwert von rund EUR 10,36 Mrd. Das
Kerngeschäft der IMMOFINANZ Group umfasst die Akquisition und die
Bewirtschaftung von Bestandsimmobilien, die Realisierung von
Entwicklungsprojekten und die Verwertung von Objekten. Die IMMOFINANZ
Group konzentriert ihre Aktivitäten auf die Segmente Einzelhandel,
Büro, Logistik und Wohnen in acht regionalen Kernmärkten: Österreich,
Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Polen und
Russland. Weitere Information:
www.immofinanz.com.

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