• 13.09.2012, 12:58:40
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VP-Hartberger: Grüne und SPÖ gegen Ökostrom für Hernalser Amtshaus

Rot-Grün lehnt VP Antrag auf Ökostrom-Umstellung im Finanzausschuss ab und verschleppt Thema im Bezirksparlament

Utl.: Rot-Grün lehnt VP Antrag auf Ökostrom-Umstellung im
Finanzausschuss ab und verschleppt Thema im Bezirksparlament=

Wien (OTS) - Ein Musterbeispiel für die Doppelbödigkeit der
rot-grünen Koalition lieferten SPÖ und Grüne gestern im Hernalser
Bezirksparlament. Die Hernalser VP hatte bereits im März 2012 einen
Antrag auf Umstellung des Hernalser Amtshauses auf Ökostrom gestellt,
wie in der Josefstadt bereits geschehen. Dieser Antrag wurde im
Hernalser Finanzausschuss "aus Kostengründen" abgelehnt. Anfallende
Mehrkosten: 10%.

"In der gestrigen Sitzung des Bezirksparlaments, wo der Antrag mit
rot-grüner Ablehnungsempfehlung neuerlich auf der Tagesordnung stand,
dürften die beiden Parteien allerdings massive Bedenken bezüglich der
katastrophalen Optik geplagt haben", vermutet der Klubobmann der ÖVP
Hernals, Martin Hartberger, als Grund hinter dem peinlichen Eiertanz,
den Rot-Grün dort ablieferte, um den Antrag neuerlich zu verschieben:
diesmal in den Umweltausschuss. So wollte der SP-Vorsitzende der
Bezirksentwicklungskommission Sogl tatsächlich zuerst einen
"Effizienzbericht des Josefstädter Amtshauses" abwarten, der
Vorsitzende des Umweltausschusses Neumeister bezweifelte gar, ob
Ökostrom wirklich auch solcher sei. Energieanbieter wäre übrigens
Wienstrom gewesen, schildert Hartberger.

"Man muss ja nicht von allem Ahnung haben. Aber man sollte seine
Unwissenheit nicht wie eine Monstranz vor sich hertragen",
kommentiert der Hernalser Klubobmann die Wortmeldungen. "Die
Umstellung auf den Tarif "Ökostrom" bei Wienstrom wäre ohne jede
merkbare Auswirkung auf das Amtshaus quasi über Nacht möglich. Aber
scheinbar sind die Hernalser SP-Mandatare nicht nur uninformiert,
sondern misstrauen dem Anbieter Wien Energie auch massiv." Der Antrag
wurde von Grünen und SPÖ in den Umweltausschuss weiterverschoben.

"Während Glawischnig und Van der Bellen lächelnd für Ökostrom werben
und SPÖ und Grüne gerne verbreiten, dass den Bürgern nachhaltige
Energieversorgung abseits von fossilen Energieträgern etwas wert sein
soll, demonstrieren die rot-grünen Wendehälse ungeniert, wie sie in
der Praxis selbst damit umgehen", kritisiert Hartberger abschließend.

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