• 13.09.2012, 11:38:51
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Finanzbuddha: Teurer Klagsweg wie bei der Stadt Linz soll vermieden werden

Steirischer Betrieb von möglicher Fehlberatung der BAWAG betroffen

Utl.: Steirischer Betrieb von möglicher Fehlberatung der BAWAG
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Wien (OTS) - Während die Stadt Linz mit der BAWAG über die
Verantwortung für Verluste aus Derivatgeschäften noch prozessiert,
kommt ein ähnlicher Fall in der Steiermark ans Licht. Wie in Linz
hatte die BAWAG einem Unternehmen in der Steiermark ein
Spekulationsgeschäft angeboten. Der Kunde schloss in der Annahme ab,
dass es sich um eine Zinsabsicherung handelt. Der nunmehr daraus
resultierende negative Marktwert für den Unternehmer beträgt rd. Euro
1,15 Mio.. Für die Bank hingegen war der Deal sehr ertragreich. Das
in Auftrag gegebene Gutachten belegt einen Ertrag für die Bank von
rd. 50.000,00 Euro. Ein Anlegerprofil, aus dem hervorgeht, dass der
Bankkunde bereit gewesen wäre, das Risiko eines
Spekulationsgeschäftes auf sich zu nehmen fehlt. "Die Bank ist hier
in einer Bringschuld und müsste schriftlich nachweisen können, dass
der Kunde zum Risiko bereit war," erklärt dazu Anleger-Anwalt Dr.
Ingo Kapsch, der den geschädigten Kunden vertritt.

Wie Recherchen ergeben haben, wechselten im Jahr 2008 einige
Mitarbeiter aus der Treasuryabteilung der Bank Austria zur ehemaligen
Gewerkschaftsbank. Seither wurden offensichtlich verstärkt im
Kundengeschäft Derivate abgeschlossen. Neben diesem Fall in der
Steiermark werden von der Beratungsplattform Finanzbuddha derzeit
noch weitere gleichartige Fälle in Oberösterreich analysiert.

"Um beiden Seiten den teuren Klagsweg wie ihn die Stadt Linz
beschritten hat, zu ersparen, möchten wir der BAWAG im Fall des
steirischen Unternehmens eine Lösung im außergerichtlichen Weg
ermöglichen," erklärt dazu Finanzbuddha-Geschäftsführer Gerald
Zmuegg. "Die gerichtliche Auseinandersetzung sollte der letzte
Schritt der Auseinandersetzung sein und nicht der Erste", meint der
Verhandlungsprofi Robert Süss.

In den vergangenen Jahren haben die Finanzexperten von
Finanzbuddha rund 150 Fälle mit Schadenswiedergutmachungen durch die
beteiligten Finanzdienstleister in Höhe von rund 120 Millionen EUR
begleitet. 40 weitere Fälle sind derzeit anhängig.

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