• 12.09.2012, 13:44:13
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Entwicklungshilfe: NGOs wollen Sparkurs nicht mehr hinnehmen

Caritas-Präsident Küberl: Nur mehr öffentliche "Brosamen" erkennbar - Aktionstag gegen staatliche Kürzungen bei Entwicklungshilfe am Freitag in Wien

Utl.: Caritas-Präsident Küberl: Nur mehr öffentliche "Brosamen"
erkennbar - Aktionstag gegen staatliche Kürzungen bei
Entwicklungshilfe am
Freitag in Wien=

Wien, 12.09.12 (KAP) Kritik an der öffentlichen Entwicklungshilfe
haben einmal mehr Vertreter von Hilfsorganisationen geübt. Bei einer
vom ÖGB veranstalteten Enquete am Mittwoch in Wien sprach die
Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft "Globale Verantwortung",
Ruth Picker, von einer "Wurschtigkeitspolitik" der aktuellen und der
Vorgängerregierungen. Auch Caritas-Präsident Franz Küberl konnte nur
mehr "Brosamen" erkennen, die von der Regierung für Hilfsprojekte
zur Verfügung gestellt werden. Der Tenor: Damit müsse endlich
Schluss sein.

Österreich spare seine Entwicklungshilfe tot, sagte Picker. Mit 0,27
Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) für globale
Armutsbekämpfung und Katastrophenhilfe gehöre Österreich zu den
Schlusslichtern Europas. Im Bereich der bilateralen
Entwicklungshilfe würden sogar Spanien und Portugal mehr leisten,
obwohl beide Länder wirtschaftlich bedeutend schlechter dastünden
als Österreich, ärgerte sich Picker.

Picker verwies zugleich auf einen Aktionstag am kommenden Freitag,
14. September, beim Parlament in Wien, mit dem 42 Organisationen aus
den Bereichen Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe gegen
Kürzungen in der staatlichen Entwicklungshilfe protestieren wollen.
Geplant sind u.a. Gesprächstermine mit Nationalratspräsidentin
Barbara Prammer und Bundespräsident Heinz Fischer. Der Aktionstag
ist als Startschuss einer breiten Kampagne gegen die Kürzungen
geplant.

Caritas-Präsident Küberl erläuterte das grundlegende Ziel der
Caritas-Arbeit: Jedem Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen. In
350 Entwicklungshilfeprojekten in aller Welt versuche die Caritas
Beispiele aufzuzeigen, wie Entwicklung gelingen kann, so Küberl.
Priorität müsse die weltweite Bekämpfung des Hungers haben.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) gpu/gut/

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