• 11.09.2012, 11:30:33
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Karlheinz Töchterle: Weiter an verbesserten Rahmenbedingungen an unseren Hochschulen arbeiten

Wissenschafts- und Forschungsminister zur OECD-Studie "Bildung auf einen Blick" - Zahl der inaktiven Studierenden verringern, Betreuungsverhältnis verbessern, private Mittel steigern

Utl.: Wissenschafts- und Forschungsminister zur OECD-Studie "Bildung
auf einen Blick" - Zahl der inaktiven Studierenden verringern,
Betreuungsverhältnis verbessern, private Mittel steigern=

Wien (OTS) - Die heute veröffentlichte OECD-Studie "Bildung auf einen
Blick" liefert aus Sicht von Wissenschafts- und Forschungsminister
Dr. Karlheinz Töchterle "eine fundierte Bestandsaufnahme des
tertiären Sektors - mit all unseren Stärken und Schwächen, an deren
Ausbau bzw. Behebung wir arbeiten, um die Rahmenbedingungen für
Studierende, Lehrende und Forschende weiter zu verbessern". Positiv
hob der Minister die stark gestiegene Hochschulzugangsquote (plus 9
Prozent auf 63 Prozent) sowie die Erwerbsbeteiligung im
Tertiärbereich (85,7 Prozent; damit über dem EU- und
OECD-Durchschnitt von 83,6 bzw. 83,1 Prozent) hervor. Großer
Beliebtheit erfreuen sich die heimischen Hochschulen auch weiterhin
bei ausländischen Studierenden, hat Österreich mit 15,4 Prozent doch
nach Luxemburg und Großbritannien den dritthöchsten Anteil
ausländischer Studierender in der EU. Wobei Töchterle in diesem
Zusammenhang auch auf die asymmetrische Mobilität verwies, wo eine
Lösung auf europäischer Ebene erforderlich sei.

Um die Rahmenbedingungen weiter verbessern zu können, bedürfe es auch
eines entsprechenden Mitteleinsatzes, so der Minister weiter.
Österreich liegt mit 1,44 Prozent des BIP (leichte Steigerung von 0,1
Prozent) im EU-Durchschnitt (1,4 Prozent) und vor Ländern wie etwa
Deutschland (1,3 Prozent) oder Großbritannien und Nordirland (1,3
Prozent). Bei den öffentlichen Ausgaben liegt Österreich mit 1,4
Prozent über dem EU- und OECD-Durchschnitt (1,2 bzw. 1,1 Prozent).
Und: Trotz des Konsolidierungspakets legt die Bundesregierung mit der
Hochschul-Milliarde (2013 - 2015) ein weiteres klares Bekenntnis ab.
Der Anteil privater Mittel liegt in Österreich bei nur 0,05 Prozent
und damit unter dem EU- und OECD-Schnitt von 0,3 bzw. 0,5 Prozent.
"Nun gilt es vor allem auch, den Anteil privater Mittel zu erhöhen",
so Töchterle. Dazu zählen u.a. Spenden, Investitionen von
Unternehmen als auch Studienbeiträge. Diesbezüglich verwies Töchterle
u.a. auf den Hochschulraum-Strukturfonds: mit dem "matching fund"
setzt das Ministerium einen konkreten Anreiz für das Einwerben
privater Mittel.

Betreffend der so genannten erweiterten Akademikerquote und
Hochschulabschlussquote - bei beiden Werten liegt Österreich
weiterhin unter dem EU- und OECD-Durchschnitt - bekräftigte Töchterle
erneut sein Ziel, die Zahl inaktiver Studierender zu verringern. Der
Expertenbericht zum Hochschulplan hatte aufgezeigt, dass rund ein
Drittel der Studierenden an den Universitäten inaktiv ist. "Wenn wir
mehr Akademikerinnen und Akademiker wollen, müssen wir diese
Studierenden aktivieren, indem wir u.a. die Verbindlichkeit erhöhen",
so Töchterle. Für ihn zählen dazu Maßnahmen wie der (bereits
begonnene) Ausbau der Studienberatung, verbesserte Rahmenbedingungen,
die die Kapazitäten der Unis besonders in Massenfächern durch einen
geregelten Zugang berücksichtigen, bessere Betreuungsverhältnisse
(Stichwort Studienplatzfinanzierung) sowie moderate Studienbeiträge.
Töchterle verwies auch auf den neu geschaffenen
Hochschulraum-Strukturfonds, der einen Anreiz zur Steigerung der
Absolventenzahlen vorsieht. Betreffend Akademikerquote verweist
Töchterle darauf, dass die "or equivalent"-Abschlüsse eingerechnet,
Österreich mit 38,2 Prozent bereits das EU 2020-Ziel (38 Prozent)
übertroffen habe.

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