• 10.09.2012, 10:54:23
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BMUKK: 1. Halbjahr 2012: Bundesmuseen verzeichnen 12% mehr "unter 19 BesucherInnen" als 2011, 40% mehr als 2009, vor Freiem Eintritt

BMUKK setzt Vermittlungsinitiative fort: bisher knapp 1 Million ausgeschüttet, nun folgen weitere Euro 400.000 zur Entwicklung innovativer Vermittlungsprogramme

Utl.: BMUKK setzt Vermittlungsinitiative fort: bisher knapp 1
Million ausgeschüttet, nun folgen weitere Euro 400.000 zur
Entwicklung innovativer Vermittlungsprogramme=

Wien (OTS) - Kulturministerin Claudia Schmied und Albertina Direktor
Klaus Albrecht Schröder, derzeit Vorsitzender der
DirektorInnenkonferenz der Bundesmuseen, betonten heute in einer
gemeinsamen Pressekonferenz, dass es von zentraler Bedeutung ist, die
Synergien und Chancen, die sich für den Bereich Kunst, Kultur und
Bildung ergeben, zu nutzen. Denn Kunst und Schule, Pädagogik und
Kreativität, Lernen und Erleben, Kultur und Sprache, Kultur und
Integration, Bildung und Integration sind untrennbar miteinander
verbunden.

"Als Bildungs- und Kulturministerin ist es mir ein zentrales
Anliegen, Kindern und Jugendlichen die Begegnung mit Kunst und Kultur
unabhängig von deren familiären Hintergrund, Wohnumfeld und sozialer
Lage zu ermöglichen. Am Bewusstsein, dass die Auseinandersetzung
junger Menschen mit Kunst und Kultur für unsere gesamte Gesellschaft,
in Österreich, in Europa unverzichtbar ist, daran müssen wir
gemeinsam arbeiten. Kunst und Kultur auf breite Beine zu stellen,
finanziell wie in der Teilhabe, dafür setze ich mich ein", so
Kulturministerin Dr. Claudia Schmied.

Kunst, Kultur, Kreativität und Bildung sind wichtiger denn je. Es
ist notwendig Innovation und Kreativität zu fördern. Wenn wir das
Potenzial unserer Gesellschaft ausschöpfen und die Herausforderungen
unserer Zeit und der Zukunft besser meistern wollen, muss es uns
gelingen, mehr Menschen für Kunst und Kultur zu öffnen.

Schwerpunkt der Vermittlungsmaßnahmen, die vom Bundesministerium
für Unterricht, Kunst und Kultur initiiert bzw. gefördert werden ist
es, Kinder und Jugendliche ausgehend von ihrer eigenen
Lebenswirklichkeit zur aktiven Teilhabe an künstlerischen und
kulturellen Prozessen anzuregen. Die Projekte werden in Kooperation
mit Kunst- und Kulturschaffenden bzw. Kunst- und Kultureinrichtungen
durchgeführt.

Durch die Kooperation von Museen und Schule profitieren alle: Die
Kunst- und Kultureinrichtungen erweitern ihre Zielgruppen, sichern
das Publikum und das Verständnis von morgen und erfüllen ihre Aufgabe
als Vermittler. Die Pädagoginnen und Pädagogen bereichern und
erweitern ihre didaktischen Methoden. Schülerinnen und Schüler,
Kinder und Jugendliche erfahren eine breite Förderung ihrer
Persönlichkeit, Kreativität und Talente. Die Gesellschaft baut auf
kritischen und reflektierten Menschen auf.

Nachhaltige Steigerung und wachsende Zahlen bei untern 19
BesucherInnen
"Der Freie Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 19 ist neben
zahlreichen weiteren Programmen zentraler Bestandteil meiner
Strategie zur Förderung von kultureller Partizipation. Ziel des
Freien Eintritts ist die Öffnung der Museen, ein wichtiger Schritt um
Schwellenängste und finanzielle Barrieren zu überwinden. Ich freue
mich sehr, dass die gesetzten Initiativen Früchte tragen und wir
damit nachvollziehbar Werte für Kunst, Kultur und Bildung erzielen",
freut sich Kulturministerin Schmied.

Seit 1.1.2010 haben über 2,2 Millionen Kinder und Jugendliche den
Freien Eintritt genutzt.

Im Halbjahresvergleich verzeichnen wir im Jahr 2012 eine
Steigerung gegenüber dem Vorjahr (2011) von 12% und gegenüber dem
Einführungsjahr 2010 eine Steigerung von 3%.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 (vor Einführung des Freien
Eintritts) besuchten im ersten Halbjahr 2012 knapp 40% mehr Kinder
und Jugendliche die österreichischen Bundesmuseen.

Diese Zahlen bestätigen eindrucksvoll den nachhaltigen
Wachstumstrend bei den jungen MuseumsbesucherInnen und damit den
großen Erfolg der Initiative Freier Eintritt bis 19.

Gemeinsam mehr Information für Kinder und Jugendliche
Um noch mehr junge Museumsbesucher erreichen zu können, setzen das
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, die Bundesmuseen
und die Schulen auf verstärkte Kommunikation dieser Maßnahme.

Die Information wird in Form des Logos FREIER EINTRITT auf
ausgewählten Kommunikationsmitteln vertreten sein und ein vom
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur finanzierter
Informationsflyer wird sowohl den Museen, als auch den Schulen zur
Verfügung gestellt. Allen gemeinsam geht es darum möglichst viele
Menschen über den Freier Eintritt zu informieren.

"Im Interesse unserer Gesellschaft freue ich mich sehr über diesen
kommunikativen Schulterschluss - die kulturelle Teilhabe unserer
Kinder und Jugendlichen ist unser aller Ziel", betont Kulturministern
Schmied.

Neue Impulse für Vermittlungsoffensive
"Wir sehen das Museum als Ort der Bildung, in dem nicht nur
künstlerische Themen ihren Platz haben, sondern auch Inhalte der
Lehrpläne sämtlicher Unterrichtsgegenstände im neuen Rahmen
angesprochen werden können. Pädagoginnen und Pädagogen sind wichtige
Ansprechpartner für die Museen und vice versa", sagt Kulturministerin
Schmied.

Mit dem Ziel das Museum verstärkt als Lernort zu nutzen und
möglichst vielen Kindern und Jugendlichen eine bewusste, kreative und
offene Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur zu ermöglichen,
initiierte Kulturministerin Dr. Claudia Schmied im Jahr 2010 die
Vermittlungsoffensive Kulturvermittlung mit Schulen in den
Bundesmuseen.

Seit 2010 hat das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und
Kultur bisher knapp 1 Million Euro (genau: Euro 986.261) zur
Entwicklung spezieller Vermittlungsprogramme für Kinder und
Jugendliche in den österreichischen Bundesmuseen ausgeschüttet.
Insgesamt wurden bisher 50 neue Vermittlungsprogramme erarbeitet.
Seit Jänner 2010 nahmen 580.000 (einschließlich Juni 2012) Kinder und
Jugendliche an 31.638 Vermittlungsterminen der Bundesmuseen teil.

BMUKK setzt Vermittlungsinitiative fort und stellt den
Bundesmuseen - Euro 400.000 zur Entwicklung innovativer
Vermittlungsprogramme zur Verfügung.
Aufgrund des großen Erfolges der Vermittlungsoffensive setzt das
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur die
Vermittlungsoffensive fort und stellt den Bundesmuseen weitere Euro
400.000 zur Entwicklung innovativer Vermittlungsprogramme zur
Verfügung.

"Mit der Fortsetzung der Vermittlungsoffensive können die
Bundesmuseen ihre Vermittlungsangebote weiter ausbauen und auf diese
Weise an der Diversifizierung des jungen Publikums arbeiten. Dabei
ist mir wichtig, dass die unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten der
Kinder und Jugendlichen berücksichtigt werden, Vielfalt als Ressource
erkannt und die Zusammenarbeit mit Pädagoginnen und Pädagogen
gefördert wird", betont die Ministerin.

Die Ausschreibung zur Vergabe der Euro 400.000 für
Vermittlungskonzepte erfolgt per heute, Einreichungsfrist ist der 31.
Dezember 2012. Im Jänner 2013 werden die von den Bundesmuseen
eingereichten Konzepte nominiert und können ab Februar 2013 umgesetzt
werden. KulturKontakt Austria schreibt die Vermittlungsinitiative im
Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur aus.

Die Ausschreibung erfolgt in drei Kategorien:

Kategorie 1: Diversität - Sensibilität im Umgang mit
unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten
Alle Kinder und Jugendlichen sollen die gleichen Chancen haben, ihr
Potential im Rahmen der Vermittlungsangebote der Österreichischen
Bundesmuseen zu nutzen. Es gilt, mit den Vermittlungsprojekten
Rahmenbedingungen zu schaffen, die den wesentlichen
Diversitäts-Dimensionen wie etwa der geografischen Lage der Schule,
dem Bildungshintergrund, der Herkunft, der Sprache, den physischen
und psychischen Fähigkeiten der SchülerInnen oder der
Einkommenssituation und sozialen Zugehörigkeit der Familien Rechnung
tragen und Zugangs- und Nutzungsbarrieren verringern.

Kategorie 2: MultiplikatorInnen
Ziel ist es LehrerInnen und SchülerInnen für den Museumsbesuch zu
interessieren und entsprechende Vermittlungsangebote zu nutzen. Die
enge Zusammenarbeit mit MultiplikatorInnen soll dazu führen,
bestehende Barrieren bewusst abzubauen. Schwellenängste können durch
die Verankerung der MultiplikatorInnen im Schulkontext reduziert
werden.

Kategorie 3: Medien
LehrerInnen finden durch den freien Eintritt für ihre Schulklassen
neue Nutzungsformen: mehrmalige Kurzbesuche ohne Betreuung durch
eine/n KulturvermittlerIn, Referatsvorbereitungen, Museumsbesuche als
Hausaufgabe usw. Hier gilt es adäquate mediale Vermittlungsangebote
bzw. betreuungsunabhängige Angebote zur Unterstützung anzubieten.

Die Presseinformationen sowie Fotos (ab 11:15 Uhr)der
Pressekonferenz sind unter
http://www.bmukk.gv.at/ministerium/vp/2012/20120910.xml abrufbar.
Details zu den 50 Vermittlungsprogrammen, die bisher im Rahmen der
Vermittlungsoffensive des BMUKK entwickelt wurden bereits im Jänner
2012 präsentiert und sind ebenfalls abrufbar.

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