Jungbauern feierten Erntedankfest am Wiener Heldenplatz

Deutliche Absage an Kürzung bei Agrargeldern - Festumzug von 30 Erntewägen

Wien, 9. September 2012 (OTS) Bei sommerlichen Temperaturen feierte der Bauernbund gestern, Samstag, und heute, Sonntag, am Wiener Heldenplatz das 12. Erntedankfest. Rund 300.000 Besucher entwickelten an diesem Wochenende so richtig Lust aufs Land. Mit einer feierlichen Segnung durch Dompfarrer Toni Faber und dem anschließenden Umzug von 30 aufwändig geschmückten Erntewägen ist der traditionelle Höhepunkt des zweitägigen Festes erreicht. "Bei diesem Erntedankfest kann man die Vielfalt der Landwirtschaft hautnah erleben und die Qualität unserer heimischen Lebensmittel aus nächster Nähe nachvollziehen", so Jungbauernobmann Stefan Kast in seiner Begrüßungsrede zum feierlichen Höhepunkt des Erntedankfestes. Erntedank sei vor allem die Zeit für Dankbarkeit gegenüber all den Bäuerinnen und Bauern, die uns tagein, tagaus den Tisch decken, freute Franz Windisch, Präsident der LK Wien, über eine tolle Leistungsschau. ****

Partnerschaft mit Konsumenten, die dem heimischen Produkt treu sind

Die Festredner, allen voran Vizekanzler Michael Spindelegger, sowie Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich, Stadtrat Manfred Juraczka und Bauernbund-Präsident Jakob Auer riefen ebenfalls zur Solidarität mit den Bauern auf und strichen die Notwendigkeit von Agrarzahlungen für die heimischen Bäuerinnen und Bauern hervor.

"Das Erntedankfest bringt die Landwirtschaft in die Stadt. All die köstlichen Lebensmittel sind Ausdruck bäuerlicher Arbeit und gehören zur Identität Österreichs", wies Bauernbund-Präsident Jakob Auer auf das Motto des Festes "Essen ist Heimat" hin. "Unsere bäuerliche Landwirtschaft braucht Partnerschaft und Solidarität, damit sie diese Arbeit auch in Zukunft machen kann. Andernfalls ist die österreichische Lebensmittelversorgung in ernster Gefahr", bedankte sich Auer bei jenen Konsumenten, die täglich zum heimischen statt zum ausländischen Produkt greifen, "wo man nicht immer genau weiß, wie es mit Tierschutz und Qualität bestellt sei."

Spindelegger lehnt Kürzungen im Agrarbereich ab

"Agrarzahlungen sind wichtig und notwendig – und zwar jeder einzelne Cent. Sie sind die Grundlage für eine flächendeckende Landwirtschaft. Ohne sie wird es keine eigenständige Lebensmittelversorgung, kein Umweltprogramm mehr geben", lehnte Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger jede weitere Kürzung bei den Agrargeldern ausdrücklich ab. Ausgleichszahlungen für die Landwirtschaft seien "keine Geschenke", so der Vizekanzler. Darum bestehe auch "kein Grund für Neid". Der Vizekanzler stellte klar: "Wir stellen uns als VP-Regierungsmannschaft hinter die Bäuerinnen und Bauern." Für die Landwirtschaft stehe bei den EU-Verhandlungen ums Agrarbudget enorm viel am Spiel, nämlich Arbeitsplätze, Bauernhöfe, Familien. "Wir brauchen für die österreichische Landwirtschaft zuverlässige Rahmenbedingungen und damit Ausgleichszahlungen für die Bauern", sagte Spindelegger abschließend.

Unter den Ehrengästen beim Festakt befanden sich weiters Finanzministerin Maria Fekter, Staatssekretär Sebastian Kurz sowie VP-Klubobmann Karlheinz Kopf.

Druckfähige Pressefotos nach der Veranstaltung zum Download unter
http://www.erntedank.jungbauern.at/ (Textende)

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Mag. Andrea Salzburger
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