Ludwig/Pfeffer: Sanierung des Ernest-Bevin-Hofes in Hernals abgeschlossen

Senkung des Heizwärmebedarfs um mehr als die Hälfte; neuer Mehrgenerationen-Spielplatz

Wien (OTS) - Nach rund dreijähriger Bauzeit ist die Sanierung des Ernest-Bevin-Hofs in der Hernalser Andergasse abgeschlossen. Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer übergaben gestern, Samstag, die ökologisch nachhaltig und nach den Auflagen des Bundesdenkmalamtes sorgfältig sanierte Wohnhausanlage sowie einen neu errichteten Spielplatz den BewohnerInnen.
"Durch eine Sanierung wird der Wohnkomfort für die Mieterinnen und Mieter und damit ihre Wohnzufriedenheit und Lebensqualität deutlich gesteigert. Aktuell befinden sich 80 Wohnhausanlagen mit über 17.000 Wohnungen in Sanierung. Die Investitionen dafür betragen 575 Millionen Euro", unterstrich Stadtrat Ludwig.
"Durch die Sanierung ist es gelungen, dass die Wohnhausanlage jetzt energetisch zeitgemäßen Standards entspricht. Mit dem Mehrgenerationenspielplatz stehen jeder Altersgruppe gleichberechtigt Freiflächen zur Verfügung", hielt BVin Pfeffer fest.
"Bei einem derartig großen Bauvorhaben und der Neugestaltung des Hofes ist gute Zusammenarbeit aller Beteiligten wichtig, denn sie trägt maßgeblich zum Erfolg bei", lobten Ludwig und Pfeffer das Zusammenwirken des engagierten Mieterbeirats, der Bewohnerinnen, von wohnpartner sowie der Hausverwaltung Wiener Wohnen unisono. ****

Energieeffizienz mehr als verdoppelt

Während der Sanierung kam es unter anderem zum Tausch der Wohnungseingangstüren, sowie einer Adaptierung der Gegensprachanlage und der Erneuerung der Außenbeleuchtung, um die Sicherheit der BewohnerInnen gewährleisten zu können. Außerdem wurden die Aufzüge in Stand gesetzt. Durch die verbesserte Fassadendämmung, den Einbau von Wärmeschutzfenstern und der Dämmung der Decke gegen Außenluft konnte die Energieeffizienz des Hauses mehr als verdoppelt werden. Der Heizwärmebedarf konnte durch die Sanierung von 124,09 kWh/a auf 56,64 kWh/a gesenkt werden. Das entspricht einer Einsparung von rund 55 Prozent. "Das ist gut für das Klima durch weniger Ausstoß von Treibhausgasen und für die Mieterinnen und Mieter, die deutlich an Heizkosten sparen", erklärte Ludwig.
Josef Neumayer, Direktor von Wiener Wohnen hob hervor: "Gerade in Fällen, wie dem Ernest-Bevin-Hof, der unter Denkmalschutz steht, ist die gute Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt wichtig. So sorgen wir dafür, dass die Gemeindebauten als wichtiges Wiener Kulturgut erhalten bleiben."

Ein Spielplatz für alle Generationen

In Zusammenarbeit mit dem Mieterbeirat der Wohnhausanlage wurde auch die Spielplatzanlage erneuert. Ein besonderer Fokus wurde dabei darauf gelegt, dass der Spielplatz für alle Generationen ein Ort für Spaß und Spiel, aber auch der Erholung und Entspannung darstellen soll. Es wurden daher auch Ruhebereiche mit Tischen, die für Schach-und Mühlespiele vorbereitet sind, geschaffen. Weiters befinden sich in den Anlagen mehrere Hochbeete, in denen die BewohnerInnen gemeinsam "garteln" können.
Gemeinsam mit den MieterInnen hat wohnpartner über einen längeren Zeitraum an dem Konzept für die umfassende Freiraumgestaltung des Hofs gearbeitet. Begleitet wurde das Projekt in seiner Anfangsphase auch von der Universität für Bodenkultur. Studierende haben dafür nach Gesprächen mit den BewohnerInnen mehrere Vorschläge ausgearbeitet. "Das gemeinsame Erarbeiten und finden von Vorschlägen, die von allen mitgetragen werden, ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Doch langfristig ist ein derartiger Prozess von Erfolg gekrönt, wie er am Beispiel Ernest-Bevin-Hof deutlich ersichtlich ist", so Christian Haderer, Teamleiter des wohnpartner-Teams 17_18_19.

Ein Fest für Jung und Alt

Die Organisation des Einweihungsfestes haben die MieterInnen selbst in die Hand genommen. So fand unter anderem eine von ihnen organisierte Kochaktion statt. Auch für die Kinder der Anlage gab es mit dem Kinderschminken und einem Zauberer jede Menge Unterhaltung. Der durch Friedensreich Hundertwasser berühmte Gemeindebau Der Ernest-Bevin-Hof wurde zwischen 1956 und 1958 erbaut. Die Wohnhausanlage besteht aus insgesamt 16 Stiegen und umfasst 203 Wohnungen. Seit dem Jahr 2000 steht die Anlage unter Denkmalschutz. Berühmtheit erlangte der Gemeindebau im Jahr 1971, als Friedensreich Hundertwasser eine Straßenfassade anlässlich der legendären Fernsehshow "Wünsch dir was" gestaltete. Die Fensterumrahmungen im zweiten Stock wurden dafür mit den für Hundertwasser charakteristischen Linien und Bögen gestaltet und später durch ein witterungsbeständiges Mosaik ersetzt. (Schluss) kau

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