- 08.09.2012, 11:53:43
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Khol zu Wehrpflicht-Volksbefragung: Und wieder einmal Androsch ...
Wann immer die SPÖ Schwierigkeiten hat, muss der ehemalige Finanzminister ausrücken. Sonst hört die SPÖ nie auf seinen Rat.
Utl.: Wann immer die SPÖ Schwierigkeiten hat, muss der ehemalige
Finanzminister ausrücken. Sonst hört die SPÖ nie auf seinen
Rat.=
Wien (OTS) - Zur seit Tagen anhaltenden stolzen Präsentation des
ehemaligen Finanzministers Dr. Hannes Androsch als Gründer einer
"parteiunabhängigen" Initiative zur Abschaffung der Wehrpflicht
bemerkt Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen
Seniorenbundes, heute ironisch:
"Wann immer die SPÖ bei einem Thema Schwierigkeiten hat, wird der
ehemalige Finanzminister als 'Elder Statesman' zum Parteidienst
verpflichtet. Im Vorjahr rund um das Thema Gesamtschule mit mäßigem
Erfolg, seit heute als großer Abschaffer von Wehr- und
Wehrersatzdienst (sog. Zivildienst). Androsch ist dabei deutlich
missmutig und lässt vor allem mit einem aufhorchen: Er ist
realistisch genug, um zu wissen, dass die SPÖ-Modelle des
Wehrdienstersatzes, vor allem der bezahlte Sozialdienst, teurer sein
müssen als die Idealisten im Zivildienst, und dass auch
Berufssoldaten teurer sind als Milizsoldaten. Das kann ein ehemaliger
Finanzminister wohl glaubwürdig schätzen."
"Die SPÖ hält allerdings schon länger nichts davon, den wirklich
fachkundigen Empfehlungen ihres neuen Sympathien-Sammlers zu folgen.
Der Finanzexperte stellte und stellt sich nämlich immer wieder gegen
die von der SPÖ erträumte Vermögenssteuer. So meinte er z.B. im
WirtschaftsBlatt vom 07.06.2011: 'Vermögenssteuern sind so sinnvoll
wie eine Kfz-Steuer nur für Bentley's und Rolls-Royce - das ist eine
fiskalpolitische Lachnummer'. Vielleicht führt das Engagement
Androschs ja zur Lehrstunde für die SPÖ. Inhalt der Lektion: Ein
Berufsheer ist nicht nur schlechter geeignet unsere verfassungsmäßig
verankerten Sicherheitsziele zu erreichen, sondern auch teurer. Und:
Vermögenssteuern sind eine 'Lachnummer'. Im Falle eines solchen
Lernerfolges hätten alle Österreicherinnen und Österreicher etwas von
diesem Pflichteinsatz von Hannes Androsch", so Khol abschließend.
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